Das Jahr 2013 geht in die Steutzer Geschichte ein, nicht nur wegen dem Hochwasser. In bester Erinnerung bleibt das Abschneiden mit der Silbermedaille beim 24. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".

Steutz l "Ein sehr bewegtes Jahr mit Höhen und Tiefen", zog die Steutzer Ortsbürgermeisterin Regina Frens die Bilanz zu 2013. Schon bei den Osterfeuern machte die Witterung einen Strich durch die Rechnung. Die fielen in beiden Ortsteilen aus, wurden aber mit dem Maibaumsetzen nachgeholt.

Im Juni dann die erste Katastrophe - das Hochwasser. "Für uns galt es, die ersten Gebäude an der Akener Straße und das Abwasserpumpwerk zu schützen", blickte Frens zurück. Ihr Dank geht an die vielen fleißigen Helfern und Einsatzkräfte der Feuerwehren nicht nur aus der Ortschaft. Das Reit- und Fahrturnier in Steckby konnte bei so vielen Nennungen und organisatorischem Aufwand nicht abgesagt werden. Auch das Dorffest in Steutz abzusagen, weil auf der anderen Elbseite Chaos herrschte, stand zur Diskussion. Schließlich wurde die Idee verwirklicht, ein Benefizkonzert für Aken zu veranstalten.

Kaum waren die Hochwasserschäden weitestgehend beräumt, brachte ein Sturm am 20. Juni die nächsten Verwüstungen. Dabei stand das Dorf schon Kopf angesichts der bevorstehenden Begehung für den Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Wiederum dank freiwilliger Helfer, Feuerwehr und Bau- und Wirtschaftshof konnte schnell aufgeräumt werden und alle Schäden waren beseitigt, so dass es in Steutz fast aussah, als ob nichts gewesen wäre.

Der 23. Juni war der große Tag für das Dorf. Sehr viele Bürger, von jung bis alt, waren vertreten, blickte Regina Frens zurück: "Es war unwahrscheinlich, mit wieviel Freude und Interesse alle mitgemacht und mitgeholfen haben." Ob bei der Vorbereitung oder der Präsentation waren viele fleißige Leute aktiv, vom Jugendclub bis zum Sportverein, alle stellten sich nach Kräften dar. Drei Tage später erfuhr Steutz, dass es Silber geworden ist. Nach Bronze 1994 für Steutz und Gold für Steckby war Silber genau das, was der Ortschaft noch fehlte, kann die Ortsbürgermeisterin nur wiederholen. Nach diesem Großereignis fanden weitere Veranstaltungen in den Dörfern statt - vom Steckbyer Kinderfest bis zu den Weihnachtsmärkten in beiden Orten. Gerade der in Steckby sei ein gutes Beispiel, was nur durch Initiative mehrerer Familien machbar ist. Rundum kann die Ortsbürgermeisterin nur allen Bürgern danken, die engagiert sind und sich eingebracht haben, um das gesellschaftliche Leben mitzugestalten, bis hin zu denen, die fleißig die Grünflächen im Dorf pflegen.

Mit Hilfe von Leader- und Eigenmitteln der Ortschaft konnte im vergangenen Jahr die Fassade am Bürgerhaus in Steutz saniert werden. Eine weitere Maßnahme waren Dämmung und Putzen am alten Gebäude des Sportlerheims. Ein Raum wurde dort in Eigenleistung hergerichtet, ein weiterer soll in diesem Jahr folgen. Das Projekt alter Konsum ist 2014 die größte Maßnahme. Wichtig sei, dass der Wanderweg in Steutz vom Friedhof bis zum Flachswerk wieder ordentlich hergerichtet wird. "Wir freuens uns außerdem, dass in diesem Jahr Baubeginn für den Ausbau des Elberadweges Steutz-Tochheim sein soll", so Frens. Der erste Veranstaltungshöhepunkt 2014 ist schon morgen. Mit zwei Bussen fahren 100 Steutzer zur Grünen Woche nach Berlin. Dort werden die Medaillen und Urkunden vom 24. Dorfwettbewerb im ICC überreicht.