"Der 120-jährige Geburtstag unseres Wasserturmes ist der besondere Höhepunkt des Jahres 2014, den wir gemeinsam mit unserem Nachbarn, dem Meisterbereich Zerbst der Heidewasser GmbH, für die Besucher gestalten werden", erklärte Sigrun Knäbel, Vorsitzende des Fördervereins Wasserturm Zerbst, auf der Jahreshauptversammlung.

Zerbst l Für das vergangene Jahr konnte Sigrun Knäbel im Bericht des Vorstandes eine erfolgreiche Bilanz präsentieren.

Beim Hauptanliegen des im September 2009 gegründeten Vereins, die Wiederherstellung des technischen Denkmals und dessen Zugänglichkeit für die Besucher zu ermöglichen, sei man weiter vorangekommen.

Möglich wurde dies vor allem durch den Einsatz von 1-Euro-Jobbern vorwiegend im Außenbereich und über 260 Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Mitglieder. Unterstützung gab es mit finanziellen Mitteln und Sachleistungen von Fördermitgliedern und Sponsoren.

So konnte der Förderverein Wasserturm zum 20-jährigen Betriebsjubiläum der Heidewasser GmbH seine Anliegen öffentlich vorstellen. Dabei hatte die Firma ihre Gäste statt um Präsente um eine Spende für den Verein gebeten. "Wir konnten uns über 5310 Euro freuen", betonte Sigrun Knäbel.

Zum Jahresrückblick gehört, dass der Turm eine eigene Wasserversorgung erhalten hat und dass im Außenbereich jetzt zwei Tafeln über die historische Wasserversorgung informieren.

Im Inneren des Turmes wurden zwischen April und Oktober 2,5 Tonnen maroden Putzes in mühseliger Handarbeit entfernt und das so freigelegte Mauerwerk gereinigt. Das Verklinkern der etwa 100 Quadratmeter umfassenden Fußbodenfläche im Wasserturm ist fast fertiggestellt worden (die Volksstimme berichtete). Darüber hinaus seien eine ganze Reihe kleinerer, aber notwendiger Vorhaben zum Abschluss gebracht worden. "Ein unerwartet zählebiger Wasser-einbruch und gefahrbringende Gesimssteinlockerungen konnten von engagierten Vereinsmitgliedern mit der Unterstützung von 1-Euro-Jobbern beseitigt werden", lobte Sigrun Knäbel die Einsatzbereitschaft.

Sehr gut von der Bevölkerung angenommene Höhepunkte waren der "Tag des Wassers" im März sowie der "Tag des offenen Denkmals" im September. Das spannende und erlebnisreiche Angebot "Feuer und Wasser" für die Mädchen und Jungen der Kindereinrichtungen fand guten Zuspruch. Auch das soll weitergeführt und ausgebaut werden. Der erfolgreiche Weinabend im Turm mit Wein, Kaffee, Kuchen und einer Tombola zugunsten der Vereinsarbeit solle, sagt die Vereinsvorsitzende, zur Tradition werden.

Im Arbeitsplan für 2014 sind Pflege- und Reinigungsmaßnahmen festgelegt. Start ist ebenfalls schon traditionell der "Frühjahrsputz" im März. Geplant sind ebenfalls unter anderem die weitere Gestaltung der Brunnenstube von 1894 und Putzsicherungen im Turminneren.

Begonnen werde mit der "Vorbereitung von Maßnahmen zur Sicherung der Turmbesteigung in kleinen Gruppen", schaute Sigrun Knäbel voraus. Ein Angebot, das von den Besuchern immer wieder nachgefragt wird.

Für die umfangreiche Turmsanierung bemüht sich der Verein weiterhin um die Finanzierung, besonders auch um die Erwirtschaftung des notwendigen Eigenanteils.

Auf viele Besucher freut sich der Förderverein zur Öffnung anlässlich des Weltwassertages am 22. März von 14 bis 17 Uhr, zur Veranstaltung zum 120. Geburtstag des Wasserturmes am 21. Juni zwischen 13 und 18 Uhr sowie am 14. September von 14 bis 17 Uhr zum Tag des offenen Denkmals. "Wein und Schokolade" heißt das Motto des Weinabends am 16. August um 18 Uhr.

Der Verein zählt 68 Mitglieder und zwölf Fördermitglieder. Auf der Jahreshauptversammlung konnte Sigrun Knäbel die Fördermitgliedschaft des Zerbster Bürgermeisters Andreas Dittmann (SPD) bekanntgeben, der dem Verein auch die Anerkennung für die geleistete Arbeit übermitteln ließ.

Satzungsgemäß wurde die Wahl des Vorstandes und der Revisionskommission vorgenommen. Einstimmig wiedergewählt wurden für die nächsten zwei Jahre als Vorstand Sigrun Knäbel (Vorsitzende), Steffen Grey (stellvertretender Vorsitzender), Raina Lenze (Schatzmeisterin) sowie Klaus Scharrmann (Chronist). Der Revisionskommission gehören Andreas Dolch und Dieter Sanftenberg an.