Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Seit 1996 ist dieser Tag auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog in der Bundesrepublik Deutschland offizieller Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. "Eine nachdenkliche Stunde inmitten der Alltagsarbeit soll dieser Moment des Gedenkens sein", sagte Bürgermeister Andreas Dittmann gestern Vormittag im Rahmen der Gedenkveranstaltung am Mahnmal "Roter Garten". "Man könnte fast glauben, dass dieser Gedanke im Wissen um das von Gustaf Weidanz geschaffene Denkmal entstand. Mitten im Stadtzentrum gelegen, gehen wir täglich daran vorbei. Für uns gehört es heute zum gewohnten Stadtbild. Für viele der älteren Zerbster steht es auch für die Zerstörung unserer Stadt als Folge des Zweiten Weltkrieges. Wir gedenken also keinem fernen Ereignis. Wir gedenken unserer eigenen Geschichte", sagte Andreas Dittmann. Gemeinsam mit dem Stadtratsvorsitzenden Wilfried Bustro legte Dittmann am Mahnmal einen Kranz nieder. Der Veranstaltung wohnten neben Vertretern aus der Politik und der Stadtverwaltung auch Schüler der Ganztagsschule Ciervisti sowie Gymnasiasten des Francisceums bei. Foto: Judith Kadow