Nutha l Nur bis maximal 16 Tonnen Gesamtgewicht dürfen Fahrzeuge die Brücke über die Nuthe am Ortseingang von Nutha passieren. Viele Lkw-Fahrer, so der Verdacht der Bürger, halten sich bislang aber nicht an die Regelung und befahren mit weit schwereren Fahrzeugen die Brückenkonstruktion.

Mehrfach hat sich der Ortschaftsrat bereits mit dem Thema beschäftigt. Die Lkw-Fahrer, so der Vorschlag der Mandatsträger, sollten nicht erst direkt vor der Brücke, sondern weit vorher über die eingeschränkte Nutzung der Brücke informiert werden. Ein großer Lkw oder gar ein Sattelzug sei kaum in der Lage vor der Brücke zu wenden oder eine lange Strecke rückwärts zu fahren, schätzten die Ortsräte ein. Deshalb schlugen sie schon vor längerer Zeit vor, die Schilder, auf denen auf die eingeschränkte Traglast der Brücke hingewiesen wird, zu versetzen. Bislang gibt es auf die Hinweise der Nuthaer keine Reaktion aus der Stadtverwaltung, hatte noch vor Wochen Ortsbürgermeisterin Silvia Rothe beklagt.

Sie hat sich nun mit dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung in Verbindung gesetzt, um den Fragen auf den Grund zu gehen. Die Behörde, sagte sie dem Ortschaftsrat, stimme mit dem Vorschlag des Rates überein. Die Fachleute dort wollten sich darum kümmern, dass die Schilder versetzt werden. Allerdings dürfe in Deutschland nicht einfach ein Schild versetzt werden. Voraussetzung dafür sei eine gründliche Prüfung der Zuständigkeiten, sagte sie weiter.

Die Fachleute in der Stadtverwaltung müssten erst prüfen, ob nicht der Landkreis mit seinem Straßenverkehrsamt zuständig sei.

In der Vergangenheit hatten immer wieder auch Bürger die Lkw-Fahrer angehalten, die offenbar trotz großem Gewicht die Brücke passiert hatten. Einige Bürger hätten auch schon die Polizei benachrichtigt. Die Beamten hätten sich aber, so die Rückmeldung, für nicht zuständig erklärt. Bei einem größeren Kontrolldruck würden wahrscheinlich kaum Lkw die Brücke passieren, schätzt die Ortsbürgermeisterin ein. Sie sehe im Ort aber kaum Polizei.