Am Wochenende starten die 49. Zerbster Kulturfesttage. Insgesamt 32 Veranstaltungen werden von 20 Vereinen und Institutionen präsentiert.

Zerbst l Aus den Händen von Markus Klatte, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, und Landrat Uwe Schulze, die beide dem Vorstand der Sparkassenstiftung Anhalt-Zerbst angehören, nahm Bürgermeister Andreas Dittmann gestern einen Scheck in Höhe von 7000 Euro für die 49. Zerbster Kulturfesttage entgegen. Allerdings ist der Stadtchef nur Mittler. Das Geld geht an die Vereine weiter, die maßgeblich zum Gelingen des vierwöchigen Kulturangebots in der Stadt beitragen.

Am Freitag wird um 19 Uhr die Personalausstellung des Oldenburgers Holger Fischer "Gewöhnliche Dinge - Komische Zeichnungen" im Museum eröffnet. Der offizielle Auftakt erfolgt am Sonnabend um 14.30 Uhr mit der Festansprache des Bürgermeisters. Ein Besuch lohnt sich schon davor. Im Museum öffnet um 14 Uhr das Sonderpostamt, bereits um 10 Uhr beginnt die Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Briefmarkenvereins Zerbst.

32 Veranstaltungen

Die insgesamt 32 Veranstaltungen, darunter sechs Ausstellungen, bieten laut Kulturamtsleiterin Antje Rohm die "gewohnt bunte Mischung". Die Vielfalt entstehe durch die beteiligten Vereine und Künstler. Gerade darin sieht Andreas Dittman das Besondere der Zerbster Kulturfesttage, deren Themen nicht von der Stadt vorgegeben werden, sondern auf der "kulturellen Kreativität" der Teilnehmer beruhten.

Weil auch für die Kulturfesttage gilt "ohne Moos nix los", sind die Veranstalter froh über das finanzielle Engagement der Sparkassenstiftung Anhalt-Zerbst. "Ohne langes Bitten" funktioniere die Zusammenarbeit, zeigte sich Andreas Dittmann erfreut. Dass Markus Klatte auch an einer Vorbereitungsveranstaltung der Kulturfesttage teilgenommen habe, unterstreiche die Verbundenheit.

Ihm gefalle an den Kulturfesttagen, dass sie Menschen ansprechen, die sich sonst vielleicht nicht für Kultur interessieren, sagte Markus Klatte und nannte die Kulturfesttage eine "lange und gute Tradition". Mit der Ausstellung "Deutsche aus Russland - Geschichte und Gegenwart", die vom 17. bis 28. Februar in der Zerbster Sparkasse und im Anschluss im Rathaus zu sehen sein wird, den Vorträgen "Das Bernsteinzimmer - Mythos und Wirklichkeit" am 5. März um 19 Uhr oder "Als wir das Zerbster Heimatfest gründeten" am 6. März um 19 Uhr agiert die Sparkasse selbst als Gastgeber.

Musikalischer Bogen

Zu den Höhepunkten der 49. Zerbster Kulturfesttage zählen neben dem Jubiläum des Briefmarkensvereins Zerbst nicht zuletzt die inzwischen 25. Ausstellung des Künstlerforums Jevers unter dem Titel "Collagen" sowie die Veranstaltungen rund um Katharina die Große. So schlagen beispielsweise die Eröffnungs- und Abschlusskonzerte einen Bogen, in dem sie Musik präsentieren, die am Hofe der Zarin gespielt wurde oder zu ihrer Zeit erklang.

Für Landrat Uwe Schulze sind die Kulturfesttage ein deutliches Zeichen, dass Zerbst mittendrin im Kreis liegt und nicht am Rande, auch wenn der Landkreis größer geworden sei. Mit dem Gymnasium Francisceum, der Musikschule und der Kreisvolkshochschule als Veranstaltungsorte sei der Kreis direkt beteiligt.

Andreas Dittmann hofft, dass die Kulturfesttage wieder mehrere tausend Besucher in die vielfältigen Veranstaltungen locken. Er erinnerte daran, dass die Kulturfesttage aus "der Mitte der Kunstschaffenden entstanden" sind und erst später vom Kulturbund der DDR besetzt wurden.