Zum 19. Mal findet der von der Francisceumsstiftung ausgerichtete Wettbewerb "Junge Kunst in Anhalt" statt. Am Mittwoch war die bewährte Jury gefragt.

Zerbst l "Es ist nicht einfach." Darin sind sich Steffi Heger und Siegfried Döring einig. Gut eineinhalb Stunden haben die beiden bewährten Juroren am späten Mittwochnachmittag die Arbeiten des diesjährigen Wettbewerbs "Junge Kunst in Anhalt" fachkundig betrachtet. Gemeinsam mit Veronika Schimmel, Geschäftsführerin der Francisceumsstiftung, und Elke Borchardt, Kunstlehrerin am Francisceum, wurde ausgewertet, wurden die Preisträger bestimmt. Die Francisceumsstiftung lobt zum 19. Mal den aus Anlass der Zerbster Kulturfesttage stattfindenden Wettbewerb aus. Ausgerichtet wird er in zwei Altersgruppen - 15 bis 17 und 18 bis 20 Jahre - sowie in den drei Kategorien Malerei, Grafik und Fotografie sowie Plastik und Objekt.

"Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler haben sich in diesem Jahr am Wettbewerb beteiligt, manche auch mit mehreren Arbeiten. Einige sind sowohl mit Einzelarbeiten als auch mit Gruppenarbeiten vertreten", informiert Elke Borchardt. Die Teilnehmer kommen vom Philanthropinum und vom Walter-Gropius-Gymnasium Dessau, vom Zerbster Francisceum und der Ganztagsschule Ciervisti sowie vom Malzirkel FK am Theater Köthen. 104 Arbeiten wurden eingereicht, 75 Arbeiten in der jüngeren Altersgruppe und 29 Arbeiten in der Altersgruppe 2. Es gibt 19 Gemälde. Von den 72 abgegebenen Arbeiten in der zweiten Kategorie sind etwas mehr als die Hälfte Fotogra-fien. Zwei Designobjekte, zehn Specksteinskulpturen und eine Tonplastik vervollständigen das Spektrum.

"Ein sehr vielseitiges Bild" verzeichnen die Wettbewerbsverantwortlichen bei den Techniken. "Die jungen Künstler verwirklichten sich in Öl- und Acrylmalerei, in Tempera wie in Aquarell. Eindrucksvolle Bleistiftzeichnungen sind dabei. Weitere bei den Handzeichnungen verwendete Materialien sind Kohle, Kreide, Pastell oder Fineliner", gibt die Kunstlehrerin einige Beispiele. Wer das Francisceum durch den neu gestalteten Eingangsbereich betritt, wird von Scherenschnitten empfangen werden. In der wieder stark vertretenden Fotografie gebe es den "besonderen Blick" genauso wie das Gespür für kunstvolle Kompositionen oder das auffallende Interesse am experimentellen Umgang mit der "Lichtzeichnung". Auch die Skulpturen und Objekte sind sehenswert. Themenreich ist der 19. Jahrgang der "Jungen Kunst in Anhalt".

"Die Ausstellung spiegelt wider, was die Jugendlichen bewegt und womit sie sich beschäftigen", sagt Elke Borchardt und verweist zum Beispiel auf die Natur in ihrer Vielfalt, auf Träume oder die Themengruppe Mensch und Gesellschaft.

"Machen Sie ihre eigenen Entdeckungen", laden Ausrichter und Juroren zum Betrachten der Wettbewerbsarbeiten ein. Zu sehen sind sie während der Kulturfesttage vom 15. Februar bis 16. März im Francisceum montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr. Im Francisceum bleibt die Ausstellung traditionell bis zu den Schulfesttagen Ende April.

Mit der Festtage-Eröffnung werden dann auch die Jury-Entscheidungen nachvollziehbar sein, sind die Preisträger-Arbeiten gekennzeichnet. "Die feierliche Auszeichnungsveranstaltung findet am 28. Februar um 16 Uhr in unserer Aula statt", informiert Veronika Schimmel.