Mit fünf Männern und einer Frau zieht die CDU im Wahlbereich 1 - Einheitsgemeinde Stadt Zerbst - in den Kreistagswahlkampf. Am Sonnabend wurden in Zerbst die Kandidaten für alle sechs Wahlbereiche des Landkreises gekürt.

Zerbst l 86 Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Anhalt-Bitterfeld wählten am Sonnabend im Ankuhner Saal ihre Kandidaten für die Kreistagswahl am 25. Mai. Pro Wahlbereich durften maximal zwölf Kandidaten aufgestellt werden. In Zerbst bewarben sich insgesamt fünf Männer und eine Frau darum, als CDU-Kreistagskandidat anzutreten. In der Reihenfolge der Listenplätze sind das: Stefan Wallwitz, Kees de Vries, Holger Behnke, Ulrich Weimeister, Guido Steinert und Christine Siegert.

Die Liste wurde durch geheime Wahl so bestätigt, wie sie von der Zerbster CDU eingereicht worden war. Das hatte Kreisverbandsvorsitzender Bernhard Northoff zu Beginn auch als Anliegen formuliert. Die örtlichen Vertreter verfügten schließlich über die besten Kenntnisse. Dem jeweiligen Wahldurchgang ging eine kurze Vorstellung der Kandidaten voraus.

Eine Vorgabe schafften die Zerbster nicht. Mit Christine Siegert, die am Sonnabend nicht dabei sein konnte, wurde nur eine Frau nominiert. Zwei hätten es sein sollen, denn das CDU-Frauenquorum sieht eine Frau auf jedem dritten Platz vor. Der Wahlbereich 1 ist nicht der einzige, der das Ziel nicht erfüllen konnte. "Der Kreisvorstand hat sich bemüht, Kandidatinnen zu finden. Es ist uns nicht gelungen", sagte Bernhard Northoff. Von den insgesamt 49 Kandidaten, die für alle sechs Wahlbereiche ins Rennen um die Plätze im Anhalt-Bitterfelder Kreistag gehen, sind neun Frauen.

Während von der zuständigen Kommission jeweils die Stimmen ausgezählt wurden, hatten Gäste die Gelegenheit, das Wort zu ergreifen. Nach sieben Jahren Anhalt-Bitterfeld sei man sich nicht in allem einig, habe aber einen Grundkonsens gefunden, sagte Landrat Uwe Schulze (CDU), der sich am 25. Mai um seine Wiederwahl bewirbt. Er sprach insbesondere Investitionen in Schulen (Ciervisti und Francisceum in Zerbst) und die Sanierung von Kreisstraßen an. Im Hinblick auf den Schulentwicklunsgplan sagte er, könne "man nicht jedem gerecht werden".

Andreas Wolkenhaar, der für den Wahlbereich 4 (Raguhn-Jeßnitz, Sandersdorf-Brehna, Zörbig) kandidiert, drückte seine Hoffnung aus, dass die künftigen CDU-Kreistagsmitglieder genügend Zeit für das Ehrenamt aufwenden können. Fraktionssitzungen seien manchmal "dünn besetzt" gewesen, und dass die CDU ihre Ausschussarbeit ernst nehmen konnte, habe nicht zuletzt an Bernhard Northoff und Monika Reinbothe gelegen, die als "Springer den anderen den Rücken frei gehalten haben".