Die Ortsfeuerwehr Reuden/Anhalt ist auf dem besten Wege. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Mitgliederzuwachs von 21 Prozent zu verzeichnen. Ausbildungen und Dienste werden ernst genommen, die Kameradschaft wird gepflegt.

Reuden/Anhalt l Ende 2012 hat sich Doreen Einhenkel in Reuden/Anhalt der Feuerwehr angenommen. Sie übernahm Verantwortung, um die Truppe wieder auf Vordermann zu bringen. Der eingeschlagene Weg scheint der richtige. Die Ortswehrleiterin konnte zur Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz zur Entwicklung ziehen.

Für ihre eigene Qualifikation stehen noch zwei Nachweise aus. Den Gruppenführer will sie 2015 machen und den Lehrgang zur Leiterin einer Feuerwehr bis 2016, erklärte sie. Beide Ausbildungen will sie gemeinsam mit dem im Oktober 2013 neu gewählten stellvertretenden Wehrleiter Carsten Stephan absolvieren.

"Als Wehrleitung setzen wir uns dafür ein, dass unsere Feuerwehr jederzeit, auch am Tage einsatzbereit sein kann", so Einhenkel. Auch wenn nur zwei Kameraden gemeinsam mit den Nachbarwehren Hilfe leisten können, mache das Sinn.

In Reuden ist es erfreulich, dass die Feuerwehr auf junge Kameraden setzen kann. Da gibt es einige, die 2013 und in diesem Jahr eingetreten sind oder ihren Dienst noch aufnehmen werden. Derzeit gehören 14 aktive Kameraden dazu, zwei mehr als im Vorjahr, und drei aktive Kameradinnen, eine mehr als im Vorjahr. "Das ist ein Plus von 21 Prozent", verkündete die Wehrleiterin. Als die drei Anwärter stellte sie Dustin Stephan, Dirk Tilgner und Josephine Krüger vor.

Da Feuerwehr nicht nur Brandbekämpfung und Hilfeleistung bedeutet, sondern auch kulturellen Mittelpunkt im Ort, gelte es, "möglichst alle Bevölkerungsschichten in die Feuerwehr einzubinden", so Doreen Einhenkel. Die Bemühungen, bisher unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen zu integrieren, müssten verstärkt werden.

Für ihre Einsätze und Dienste im vergangenen Jahr richtete die Wehrleiterin ein großes Dankeschön an ihre Mitstreiter und ließ auch den Dank an die Partner für den Rückhalt zu Hause weitergeben.

Im Rückblick auf die vergangenen Monate wurden noch einmal alle Einsätze, Dienste und Ausbildungen beleuchtet. Die Reudener haben sich gut in den Ausbildungsabschnitt V integriert. Zweimal waren die Nachbarfeuerwehren zur Ausbildung in Reuden. Großen Anklang fand ein gemeinsamer Kegelabend im Oktober.

Lob gab es noch einmal für den Hochwassereinsatz. Sieben Reudener Kameraden - Christian Grube, Andreas Schlüter, Heiko und Nico Stahlich, Wolfram Jacob, Carsten Stephan und Marcus Krüger - waren in Walternienburg, in Flötz und in Aken im Einsatz. Die Weihnachtsfeier wurde als Highlight erwähnt. Von den Resten des Backofenschweins konnten die Kameraden bei der Jahreshauptversammlung noch einmal verköstigt werden. Ein Dank gebührt dem Koch der Feuerwehr, Dietmar Böhm, der die Blauröcke bei allen Gelegenheiten versorgt.

Durchweg positiv wurde die Zusammenarbeit mit den benachbarten Wehren, deren Wehrleitern und der Stadtwehrleitung bewertet. Das konnten die anwesenden Vertreter aus Straguth/Badewitz Thomas Erxleben, Andreas Schütze aus Nedlitz, Heiko Bergfeld aus Deetz und der Stadtwehrleiter Jürgen Dornblut nur bestätigen. "Wir können unsere Arbeit als gut einschätzen", so der Leiter des Ausrücke- und Ausbildungsabschnittes V, Heiko Bergfeld.

Sein Dankeschön, "dass ihr euch zusammengefunden habt" aus dem Vorjahr, konnte der Reudener Ortsbürgermeister Elard Schmidt nur erneuern und durch ein"Dankeschön, dass es funktioniert", ergänzen. Nach den Grußworten und dem Ausblick auf einen straffen Ausbildungsplan 2014 ging der offizielle Teil der Jahreshauptversammlung mit Beförderungen und Ehrungen zu Ende.

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