Für die Lindauer Sporthalle zeichnet sich eine Lösung ab. Erste Informationen dazu gab es im Lindauer Ortschaftsrat

Lindau l Gernot Rosenauer konnte in der Ratsversammlung am Montagabend von einem Gespräch mit dem Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann bei einer SPD-Versammlung berichten. Eine Lösung für die Turnhalle sei vorhanden, ließ Rosenauer seine Mitstreiter wissen. Besitzer der Sporthalle bleibe der Landkreis, die Betriebskosten werde die Stadt Zerbst tragen.

Das konnte der Lindauer Ortsbürgermeister Helmut Seidler nur bestätigen. Diese Verfahrensweise sei schon vor einem Jahr im Gespräch gewesen. Nach dem Motto "Gleiches Recht für alle" sollte in Lindau wie mit der Sporthalle in Zerbst-Nord verfahren werden. Nach einem ewigen Hin und Her gebe es keine neue Fakten, man habe nur zwölf Monate verloren, so Seidler. Aber auch wenn die Vertragssituation so eintritt wie in Zerbst, ist doch die Sperrung der Halle nicht aufgehoben, machte der Ortsbürgermeister deutlich.

Doch erst muss das Problem der Prallschutzwände behoben werden. Dafür müsse eine Ausschreibung losgetreten werden, und erst nach Erstellung kann die Sperrung aufgehoben werden. Seidler blieb bei den zu erwartenden Kosten in Höhe von 20000 Euro für die Prallschutzwände, für die Lindau ans "Tafelsilber" gehen würde.

Rosenauer und Seidler machten übereinstimmend bekannt, dass die Unterbringung von Asylbewerbern vom Tisch sei. In Sachen Turnhalle sieht Helmut Seidler jedoch noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. "Es bleibt die Sache, dass wir nicht zwei Turnhallen betreiben können", machte er deutlich. Die Grundschule sollte die Sporthalle auf dem Grundstück nutzen, die kleine Halle müsste einer anderen Nutzung zugeführt werden. Er sei nach wie dafür, dass das gesamte Areal mit Grundschule, Sporthalle und ehemaliger Sekundarschule von der Stadt erworben werden sollte, so Seidler, "ich sehe nach wie vor den Gesamtzusammenhang mit der Burg."

Die Burg ist im Vermögenshaushalt 2014 als einzige Maßnahme in Lindau enthalten. Der Turmhelm muss dringend saniert werden. Da tropft es durchs Dach, da rieselt der Putz herunter, da hat sich Schimmel abgesetzt. Hier sind Ausgaben von 70000 Euro vorgesehen. Volker Schub vermisste seine angefragte Maßnahme zur Sanierung der Kegelbahn.

Personalmangel in Lindau ist vorprogrammiert

Der Antrag war offensichtlich zu spät gekommen und ist nicht berücksichtigt. Seine Idee: Die Prallwände so einfach wie in der neuen Loburger Sporthalle ausführen, dann dürften die 3000 bis 4000 Euro für die Kegelbahn abfallen. Wenn es so einfach wäre... Seidler mahnte knallharte Vorgaben für Prallwände an.

Ansonsten weist der Haushalt für Lindau die laufenden Kosten für die Unterhaltung von Burg, Sportplatz, Kegelbahn und Bürgerhaus aus. Der Zuschuss für Lindau mit 1036 zu Grunde gelegten Einwohnern beträgt 6300 Euro. Die Lindauer Bürgervertreter stimmten dem Haushaltsentwurf zu.

In Sachen Burg sieht Ortsbürgermeister Seidler neue Probleme auf die Ortschaft zukommen. Ende März scheiden zwei Arbeitskräfte aus, zwei Monate später die nächsten zwei, für die letzten geht die Maßnahme Ende August zu Ende. Dann werden keine Leute mehr da sein, eine Problematik, wie sie beispielsweise auch in Walternienburg auftritt. In Walternienburg sei die Besuchersituation jedoch vergleichsweise höher als in Lindau.

Die Ersatzlösung für die derzeitige ABM-Situation stellte Seidler schon mal vor. Leute, die drei Jahre vor Ort tätig sind, werde es nicht geben. Nach Bitterfelder Idee sollen Arbeitsgruppen von fünf bis zehn Leuten bestimmte Maßnahmen umsetzen und dann weiter zur nächsten ziehen.