Zerbst (pwi) l Mit einer Petition, die dem Landtag seit Herbst vorliegt, will das "Aktionsbündnis Grundschulen vor Ort" Schulen auf dem Land erhalten. Es regt an, für den ländlichen Raum das jahrgangsdurchmischte Beschulungssystem einzuführen, das sich in vielen Ländern Europas über Jahrzehnte bewährt habe. Damit könnten Personal eingespart, Schulstandorte erhalten und Zusatzkosten für die Schülerbeförderung vermieden werden. Das stärke den ländlichen Raum, erhalte Bildungschancen und ebenso Anreize für junge Familien, im Land zu bleiben oder sich neu für Sachsen-Anhalt entscheiden.

Die Landesregierung und die sie tragenden Parteien werden aufgefordert, bis zum 20. Mai ein Schulschließungsmoratorium für Sachsen-Anhalt und die Aufhebung der zweiten Planungsetappe im Rahmen des STARK III-Programms zu beschließen. Auf dieser Grundlage könne dann die Neuplanung der Grundschulinfrastruktur im ländlichen Raum beginnen. Diese Planung sollte bis Ende 2015 abgeschlossen sei. Oberster Leitsatz müsse dabei die Erhaltung der ortsnahen Beschulung im ländlichen Raum sein.

Wer die Petition unterstützen will, kann das im Internet tun. Mehr als 3500 Unterschriften wurden bisher gesammelt. 70 Tage verbleiben noch, um weitere Befürworter zu finden. Im Zerbster Umland sind Grundschulen in Steutz und Walternienburg bedroht.

www.openpetition.de/petition/online/schulschliessungsmoratorium-fuer-sachsen-anhalt