Optimistisch blicken die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Zerbst und Umgebung 1881 e.V. auf das laufende Jahr. Die positiven Ergebnisse der letzten Zuchtsaison geben ihnen den Anlass dazu.

Zerbst l 250 Tiere wollen die Zerbster Rassegeflügelzüchter zu ihrer diesjährigen Ausstellung am 22. und 23. November zeigen. Dieses Ziel gab der Vereinsvorsitzende Hermann Stephan auf der vor kurzem durchgeführten Jahreshauptversammlung aus. Auf der Ausstellung 2013 seien "gute bis sehr gute Tiere" zu sehen gewesen, konnte der Vereinschef zufrieden feststellen. Einige Züchter präsentierten ihre Tiere überregional.

Während die Rassegeflügelausstellung zu den "Hauptbetätigungsfeldern" des Vereins gehört und deren Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung entsprechend viel Zeit und Kraft bindet, veranstalteten die Mitglieder aber auch ein "gut angenommenes" Hähnewettkrähen und eine Tierbesprechung mit mehr als 50 Tieren. Erfahrene Züchter begutachteten hier die Tiere "und gaben gute Ratschläge bei anstehenden Problemen", blickte Hermann Stephan zurück. Insgesamt sei bei der Besprechung ausführlich gefachsimpelt worden.

In diesem Jahr nimmt der Zerbster Rassegeflügelzuchtverein wieder an der Gewerbefachausstellung (Gfa) teil, kündigte Hermann Stephan an. Die Busfahrt 2013 fand rege Teilnahme, in diesem Jahr wollen die Vereinsmitglieder erneut miteinander auf Fahrt gehen.

Auch finanziell ist im Verein alles in Ordnung. Allerdings regte der Vereinsvorsitzende sowohl eine verstärkte Sponsorensuche als auch die Gewährleistung einer strengen Ausgabenkontrolle an. "Denn klar ist, allein mit den Mitgliedsbeiträgen können wir unseren jetzigen Standard nicht halten."

In seinem Schlusswort kündigte Hermann Stephan an, sich nach Ablauf der Wahlperiode als Vereinsvorsitzender zurückzuziehen. So bleibe genügend Zeit, "dass der Verein dann nahtlos weitergeführt werden kann". Die Verantwortung des neuen Vereinschefs wird keine geringe sein, schließlich steckt dann das 135-jährige Bestehen in den Startlöchern.

42 Mitglieder zählte der Verein 2013. Drei Züchter sind ausgeschieden, ein neues Mitglied konnte gewonnen werden. Denn wer Tiere züchtet, findet im Verein wertvolle Hilfe und fachliche Unterstützung rund ums Tier. Der Altersdurchschnitt liegt unverändert bei 66 Jahren.

Die Förderung der Zucht, des Erhaltens seltener Rassen und Farbschläge sehen die Züchter als ihre wesentlichen Aufgaben an. "Damit erhalten wir wichtiges Kulturgut und streben die Verbreitung der Vielfalt der Rassen an", sagte Hermann Stephan. Die Züchter leisteten einen bedeutenden Beitrag, die Erbanlagen zu schützen, "damit sie nicht unwiderbringlich von dieser Erde verschwinden".