Zerbst l Ob ein Tempolimit von 30 km/h im Brauereiweg die Staubbelästigung der Anwohner - gerade im Sommer - reduzieren wird, bleibt abzuwarten. Doch sowohl im Haupt- und Finanzausschuss als auch im Bau- und Stadtentwicklungsausschuss waren die anwesenden Stadträte teils skeptisch.

Der Ausbau des noch unbefestigten Teilabschnitts sei dafür die einzige Lösung, machte nicht nur Helmut Seidler, Bauausschussvorsitzender, deutlich. Vor diesem Hintergrund ergab sich im Bauausschuss eine rege Diskussion, in welcher Form ein solcher Ausbau und in wie weit dazu eine weitere Beplanung des Straßenabschnitts und der anliegenden Grundstücke sinnvoll wäre.

Ergänzungssatzung soll erarbeitet werden

Heike Krüger, Amtsleiterin für Wirtschaftsförderung, Liegenschaften und Stadtplanung merkte an, dass es solche Überlegungen bereits gab. Vor wenigen Jahren erst ist dieser Sachverhalt diskutiert worden. Der Ausbau der Straße wäre jedoch für die Anlieger eine finanzielle Belastung, da diese 90 Prozent der Kosten zu tragen hätten - je nach Größe des Grundstücks würden diese unterschiedlich hoch für den Einzelnen ausfallen.

Es hat bereits eine Befragung zu einem Ausbau gegeben, der mit einer Patt-Situation endete. Es fand sich keine deutliche Mehrheit für oder gegen einen Ausbau.

Die Überlegung ist nun, durch Erlass einer Ergänzungssatzung den Anliegern zu ermöglichen, Teile ihrer Grundstücke als Bauland zu verkaufen. Die Gegend ist für die Bebauung mit Einfamilienhäusern geeignet. Mit einer solchen Ergänzungssatzung, könnten weitere Anlieger in den Brauereiweg ziehen, was bei einem Ausbau niedriger Kosten für die einzelnen Grundstückeigentümer mit sich bringen würde.

Die Mehrheit der Ausschussmitglieder stimmte einer solchen Satzung zu. "Wenn die Grundstücke erschlossen werden sollen, ist ein Ausbau nötig", brachte unter anderem Steffen Grey (FDP) die Meinung im Ausschuss auf den Punkt.