Der ländliche Wegebau zwischen Schora und Buhlendorf ist vorerst gestoppt. Der Ansatz im Haushalt 2014 zur Sanierung eines Teilstücks wird mit einem Sperrvermerk versehen. Dies ist Wunsch des Ortschaftsrates.

Zerbst l Die Mittel stehen im Haushalt bereit, der Förderantrag ist gestellt: Eigentlich steht dem Ausbau eines Teilstücks des ländlichen Weges zwischen Schora und Buhlendorf nichts im Weg. Doch nun legte der Ortschaftsrat Moritz sein Veto ein.

Im Ortschaftsrat vertrete man die Auffassung, schilderte Kämmerin Evelyn Johannes den Sachverhalt dem Hauptausschuss im Rahmen der Beratung der Haushaltssatzung, die Maßnahme nur im Ganzen durchführen zu wollen.

Rücklagen der Ortschaft werden nicht angefasst

Folglich zog der Ortschaftsrat seine Zustimmung zurück, Eigenmittel aus den Rücklagen der Gemeinde für den geplantes Ausbau des Teilstücks von Schora Richtung Buhlendorf zu verwenden.

Die ursprünglich gewollte Streichung des Haushaltsansatzes wird es jedoch nicht geben. Dies würde eine Überarbeitung der Satzung mit sich bringen und das Genehmigungsverfahren des Haushaltes verzögern.

Stattdesssen wird dieser Haushaltspunkt nun mit einem Sperrvermerk versehen. "Somit werden auch die Rücklagen nicht angefasst", betonte Evelyn Johannes.

Mit dem Sperrvermerk scheint eine Sanierung des ländlichen Weges für dieses Jahr eher unwahrscheinlich. Der zweite Teilabschnitt des Weges ist nicht als Ansatz im Haushaltsplan 2014 enthalten. Folglich kann kein Antrag auf Förderung dieser Maßnahme gestellt werden. Diese ist aber unumgänglich für die Realisierung des Projektes.

Zweiter Punkt auf der Nachrückeliste

Der zweite Abschnitt ist jedoch Punkt 2 auf der Nachrückeliste dringender Investitionsvorhaben der Stadt, die - falls durch Umschichtungen Gelder frei werden - umgesetzt werden sollen. Sollten doch Gelder für dieses Vorhaben frei werden, den Weg in Gänze zu sanieren, könnte ein Nachtragshaushalt aufgestellt werden. Somit wäre eine Antragstellung auf Förderung möglich.

Dass diese gute Aussichten hätte, ist der Stadt bereits signalisiert worden. "Es ist bekannt, dass dieser Weg eine wichtige Verbindung ist für den Bereich Lindau-Buhlendorf-Schora", betonte Bauamtleiter Bernd Köhler. Die Instandsetzung dieses Weges müsse weiter betrieben werden.