Über das vierte Jahr als Ortsfeuerwehr der Stadt Zerbst zogen die Jütrichauer Kameraden Bilanz. Es wurden 50 Ausbildungs- und Dienstveranstaltungen durchgeführt. Die Kameraden leisteten 1073 Stunden.

Jütrichau l Die durchschnittliche Dienstbeteiligung bei der Jütrichauer Feuerwehr lag bei elf Kameraden. Ortswehrleiter Denis Barycza hatte sich bei seiner Berichterstattung viel Mühe gegeben, um die Feuerwehrstruktur in Zerbst insgesamt darzustellen, ebenso wie die Statistik für die Jütrichauer. Die eigenen Dienst- und Ausbildungsveranstaltungen wurden durch Kreisausbildungen und Lehrgänge im IBK Heyrothsberge ergänzt. Der Ortswehrleiter dankte den Kameraden für ihre Bereitschaft, sich zu qualifizieren. "Stillstand bedeutet Rückschritt", so Barycza, deshalb stehen die nächsten Ausbildungen in diesem Jahr an.

Mit 31 Einsätzen hatte die Ortsfeuerwehr Jütrichau bedeutend mehr Einsätze abzuarbeiten als das Jahr zuvor. Die Steigerung von 121 Prozent führte Barycza auch auf das deutliche Ansteigen der Fehl-alarme zurück. Fünfmal gab es falschen Alarm durch automatische Brandmeldeanlagen. 22 Technische Hilfeleistungen stehen zu Buche, zu denen auch die Hochwassereinsätze zählen. Bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person waren die Jütrichauer im Einsatz. Zu zwei Brandeinsätzen und einer Ölspur wurden sie gerufen.

Sechs Tage lang war Hochwassereinsatz angesagt, 24 von 25 aktiven Kameraden waren dabei. Die Einsatzbilder sprachen noch einmal für sich und weckten die Erinnerungen an die Ereignisse 2013.

Einige Ausrüstungsgegenstände konnten im vergangenen Jahr ersetzt und beschafft werden. "Wir sind auf richtig gutem Level", meinte Denis Barycza, was die Ausrüstung betrifft. Bedarf besteht derweil vor allem, was das Gerätehaus angeht. Die Heizung fällt in den Wintermonaten regelmäßig aus, das Treppenhaus ist von Schimmel befallen, Schulungsraum und Treppenhaus müssten renoviert werden, ein Verschlag für die Mülltonnen fehlt. Auf der Liste stehen Digitalsprechfunkgeräte, ein Geschirrspüler und eine neue Motorkettensäge.

"Gott sei Dank haben wir einen Förderverein", lobte der Wehrleiter die Unterstützung. So konnten unter anderem Helmbeleuchtungen für 15 Kameraden angeschafft werden, T-Shirts für die Jugendwehr, Fleecejacken für die Kameraden, eine mobile Stativtafel und ein Beschriftungsgerät. Finanzielle Unterstützung gab es bei Feiern und Jubiläen durch den gut aufgestellten Verein.

Mit zwei dritten Plätzen, beim Stadtpokallauf in Bornum und beim Nachtpokallauf in Güterglück, konnte die Wettkampftruppe im vergangenen Jahr aufwarten. Seinen Dank für die vielen geleisteten Stunden und Aktivitäten der Feuerwehr, richtete Denis Barycza an alle Kameraden und Kameradinnen: "Ohne das Engagement jedes Einzelnen von Euch würde unsere Feuerwehr und unsere Kameradschaft keine Zukunft haben!" Dank ging auch an den Förderverein, die Verwaltung für die Zusammenarbeit, an den Techniker Michael Wernicke, an die Kleiderkammer, die Agrargenossenschaft Jütrichau und alle anderen Unterstützer.

In diesem Jahr steht die Mitgliedergewinnung und Werbung für die Feuerwehr speziell zur 800-Jahrfeier von Jütrichau an. Die Feuerwehr will sich auf dem Festplatz präsentieren. Die Qualifikation der Einsatzkräfte wird fortgesetzt, die Kameradschaft soll weiter gestärkt werden. Die gute Zusammenarbeit in der Ausbildungsgemeinschaft Zerbst/Jütrichau soll weitergeführt werden, der traditionellen Ausbildungssonnabend im September ist geplant.

Stadtwehrleiter Jürgen Dornblut bezeichnete die Ortsfeuerwehr Jütrichau als "Stütze unserer Stadtfeuerwehr".

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