Zerbst (jkd) l Bereits zum 46. Mal beteiligen sich die Mitglieder des Briefmarkenvereins Zerbst an den Zerbster Kulturfesttagen - und begehen in diesem Jahr zugleich ihr 125-jähriges Vereinsjubiläum. Im Rahmen der Briefmarkenausstellung werden unter anderem acht Objekte von Vereinsmitgliedern im Museum gezeigt.

"Unser ehemaliges Mitglied Giesela Kölling zeigte bereits 1987 Ausschnitte ihrer Märchensammlung. Es ist eines der ältesten noch bestehenden Ausstellungsobjekte", verrät Friedrich Tschakert, im Briefmarkenverein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Es werden Marken, Kleinbögen und Briefe bekannter Märchenfiguren der Gebrüder Grimm gezeigt.

Rainer Nierenberg widmete sich in seinem Objekt aus dem Jahr 1988 den "Alten Meistern". Sein Steckenpferd bei den Briefmarken waren die Malerei und da insbesondere die Alten Meister. "Hier sieht man neben Briefmarken besonders Blocks, Maximumkarten und Briefe mit Sonderstempel aus ganz Europa."

Um Wien dreht sich alles bei dem Objekt von Friedrich Tschakert aus dem Jahr 1988. Tschakert zeigt aus seiner Österreich-Sammlung einen kleinen Teil des Objektes über die Hauptstadt der Alpenrepublik. Diese Sammlung entstand Anfang der 80er Jahre und war zu den Kulturfesttagen 1988 in größerem Umfang zu sehen.

"Leuchttürme und Leuchtfeuer - Baudenkmäler an den Meeren der Welt" (2009) lautet der Titel des Objektes von Georg Daudert. Er zeigt auf Marken, Blöcken und Briefen mit Sonderstempel nicht nur die Schönheit dieser Bauwerke, sondern auch ihre Standorte.

Manfred Werner beschäftigt sich unter anderem mit den Arten der Postbeförderung. Sein Ausstellungsobjekt aus dem Jahr 2011 ist ein sehr schönes Beispiel für die Aussage: "Eine Briefmarke flüstert - ein Brief schreit!". "Erst die Einheit von Marke, Stempel und Brief mit allen darauf befindlichen Notizen und Bemerkungen der Postbediensteten bringen die Aussage, die ein Philatelist in seiner Sammlung sehen möchte", betont Friedrich Tschakert.

Gerhard Schulz zeigt alle Schmuckumschläge und -karten mit Sonderstempel, mit denen der Zerbster Briefmarkenverein seit 1969 seine Teilnahme an den Zerbster Kulturfesttagen dokumentiert. Dazu bringt er das Baudenkmal oder andere Motive, die auf den Briefen zu sehen sind, nochmals als Ansichtskarte oder Bild. 2012 zeigte er erstmals dieses Objekt.

Gerhard Benke verwendet Gedichte vom Heimatdichter Joachim Morgenthal und illustriert diese mit Briefmarken, Bildern und Briefumschlägen. Sein Objekt "Zerbst bleibt Zerbst" (2013) zeigt eine ganz andere Art des Briefmarkensammelns.

Zerbst/Anhalt (Arbeitstitel) ist das Objekt von Christa Kujat aus dem Jahr 2009 überschrieben. Es zeigt anhand von Briefen - zum Teil Originalbriefe vom Zerbster Fürstenhaus - Höhepunkte aus der Zerbster Geschichte. Auch das Notgeld der Stadt Zerbst und eine Zerbster Zeitung vom September 1902 fehlen nicht.

"Ich denke, dass diese Vielfalt an Themen und des Sammelns von Briefmarken nicht nur sehenswert, sondern auch für den einen oder anderen Sammler eine Anregung für die eigene Sammeltätigkeit sein kann", merkt Friedrich Tschakert an. Briefmarkenfreunde sollten sich den kommenden Sonntag vormerken. Von 10 bis 13 Uhr findet ein Tauschsonntag in der "Tonne" im Museum der Stadt und damit in unmittelbarer Nähe zur Ausstellung statt. Zu diesem Tausch sind alle Sammler, aber auch Nichtsammler und Neugierige aus der Region eingeladen.