Alljährlich werden in allen Klassen der Walternienburger Grundschule Musikprojekte durchgeführt. Die Viertklässler erlebten zum Auftakt ein Biest namens Mona.

Walternienburg l Zum Glück heißt niemand aus der 4. Klasse der Walternienburger Grundschule Mona. Nein, und Biester gibt es an der Schule auch nicht. In den Pausen verläuft alles friedlich. An größeren Schulen und in höheren Klassen ist oftmals nicht alles so harmonisch. Da gibt es viele Monas ...

"Das Biest heißt Mona" mit dieser musikalischen Gruppenimprovisation nach Bart Moeyaert war Thomas Fichtner, Orchestermusiker der Anhaltischen Philharmonie, gestern in der 4. Klasse in Walternienburg zu Gast. Die Großen waren in diesem Jahr die ersten, die ihr alljährliches Musikprojekt durchführten. Für alle Klassen gibt es jedes Jahr ein Programm. "Das machen wir schon lange so", erklärte Schulleiterin Sigrid Kratky. Da wird den Kindern zusätzlich zum Musikunterricht mal etwas anderes geboten. Und die Kinder sind immer wieder begeistert, weiß Sigrid Kratky: "Wir freuen uns, dass Herr Fichtner jedes Jahr zu uns kommt".

Neues Programm in dieser Spielzeit

Für die Viertklässler war der Mann mit der Geige kein Unbekannter. "Meine Geige spielt heute aber nicht die Hauptrolle", begrüßte er die Schüler. "Ich spiele nicht Josa mit der Zauberfiedel, ich spiele auch nicht Johann Sebastian Bach", erklärte er. Auch die kleine Farbmusik sollte es nicht wieder werden. An alle diese Projekte aus den vergangenen Jahren konnten sich die Mädchen und Jungen noch gut erinnern.

Ganz neu in dieser Spielzeit ist der Workshop um das Biest Mona. "Ich gucke immerzu und überall nach Kindergeschichten", erläuterte Thomas Fichtner, wie er auf diese Geschichte stieß. Eine Geschichte, die an vielen Schulen Thema ist. Viele Kinder werden gehänselt und schikaniert und irgendwann halten sie das nicht mehr aus. Dann braucht man Mut, um schlauer als die eigene Faust zu sein. Und so fordert Thomas Fichtner die Schüler auf, die Herausforderung anzunehmen, Konflikte und deren Lösung sowie den eigenen Mut in einer musikalischen Improvisation hörbar zu machen.

Instrumente verstärken die Emotionen

Gleich zu Anfang durften sich die Mädchen und Jungen ein Instrument aussuchen. Klangbausteine, Trommeln, Schellen, Triangeln wurden verteilt und kamen ganz oft bei der Geschichte zum Einsatz. Um die böse Mona und die Auseinandersetzungen darzustellen, um die Kinder, die von Mona angegriffen werden in Töne zu hüllen und um die Angst hörbar zu machen.

Durch die Instrumente werde die Emotionalität der Geschichte noch verstärkt, so Fichtner. Hoch konzentriert verfolgten die Grundschüler das Geschehen, immer bereit ihr Spiel einzusetzen. Was kann man gegen Mona tun? Die müsste sich entschuldigen, fand Jacob. Man müsste reden, meinte Anna. Aus dem Weg gehen, schlug Marcel vor. Sich zusammenschließen, wollte Tim. Doch Mona war offensichtlich nicht zu stoppen. Bis Marta sich auf den Kopf stellen musste ...

"Mona heißt das Biest" schlägt Thomas Fichtner ab 4. Klasse vor. Die anderen Klassen in Walternienburg dürfen sich auf andere Programme mit dem Musiker freuen.

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