Zerbst l "Es ist nötig, Handwerk und Gewerbe mehr in den Mittelpunkt zu stellen, um das Image für unsere Berufe und Unternehmen zu befördern", sagt Klaus Partheil. Die bevorstehende 23. Gewerbefachausstellung Zerbst/Anhalt (Gfa) biete dazu gute Voraussetzungen, betont der Obermeister der Metall-Innung Anhalt-Zerbst.

Die größte Messe ihrer Art in Anhalt war eines der Themen auf der jüngsten Zusammenkunft der Innungsmitglieder am Mittwochabend im "Gildehaus". Um über die Gfa an sich und über neue Aspekte zu informieren sowie zusätzlich zur Teilnahme zu motivieren, hatte sich die Innung Viola Tiepelmann von der Messeleitung eingeladen.

Die von der Stadt mit bewährten Partnern veranstaltete Gewerbefachausstellung findet in diesem Jahr vom 9. bis zum 11. Mai statt. Viola Tiepelmann erläuterte noch einmal die auch auf Vorschlägen aus Handwerk und Gewerbe sowie Umfragen unter Stammausstellern basierende Terminänderung und damit künftige Anbindung der Gfa an das Spargelfest. Damit werde auch ein neues Konzept verfolgt und gibt es ebenfalls ein neues Erscheinungsbild. Optisch werde das deutlich durch ein jährlich "neues Gesicht", das die offiziellen Werbematerialien schmückt, so die Messeorganisatorin.

Die Mitglieder der Metall-Innung haben eine Reihe von Argumenten für die aktive Beteiligung an der Gfa. Es gehe darum, die Firmen und ihre Stärken zu präsentieren, die immer komplizierter werdende Nachwuchsgewinnung zu forcieren, mit der Bevölkerung in direkten Kontakt zu kommen, länger wirkende Kontakte anzubahnen und zu pflegen, das Ansehen des Wirtschaftstandortes Zerbst zu stärken...

Deshalb, erklärt Klaus Partheil, komme es darauf an, dass viele mitmachen, eventuell Aussteller-Gemeinschaften bilden. Nicht zuletzt aus diesen möglichen Beweggründen: "Ich bin noch da. Ich habe etwas zu sagen. Ich kann etwas bieten."

Für Lothar Geue aus Loburg, ständiger Austeller von Beginn an, ist es überhaupt keine Frage, auch 2014 auf der Gfa mit seinem Stand vertreten zu sein. "So viele Gespräche kann ich in einem ganzen Jahr sonst gar nicht führen wie dort." Und: "Ich freue mich, wenn mir auch noch später Kunden sagen, dass sie auf der Zerbster Gfa auf meine Firma aufmerksam geworden sind." Für Klaus Partheil "sind wir Aussteller Multiplikatoren für die Förderung und Unterstützung von Handwerk und Gewerbe in der Region."

Viola Tiepelmann wirbt für die zahlreiche Teilnahme an der Gewerbefachausstellung, teilt auch schon mal Anmeldeformulare aus und wünscht sich viele gute Ideen für eine interessante Präsentation. Sie persönlich und die bei der Stadtverwaltung gebildete Arbeitsgruppe Gfa sind für Anregungen dankbar und stehen für Anfragen zur Verfügung.

Die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe würdigt auch Carmen Bau, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Anhalt-Bitterfeld, zu der auch die Metall-Innung gehört. "Es gibt vorbildlich engagierte Mitarbeiter bei der Stadt Zerbst, die die Gfa nicht für sich, sondern für die Bevölkerung und die Unternehmen organisieren. Das ist eine besondere Form der Wirtschaftsförderung."