Noch in diesem Jahr wird in der Jeverschen Straße ein neuer Regenkanal eingebaut. Die Arbeiten werden teils unter Vollsperrung erfolgen - und möglicherweise sogar parallel zum Ausbau der Kreuzung Dessauer Straße/Roßlauer Straße/Krimmling.

Zerbst l Der Zerbster Haushalt für 2014 ist beschlossen. Dies ist zugleich der Startschuss für Investitionen, unter anderem in das Regenkanalnetz der Stadt. "Wir werden in den nächsten Tagen die Ausschreibung für die Neuinstallation des Regenkanals in einem Teilbereich der Jeverschen Straße starten", erklärte Bernd Köhler gegenüber der Volksstimme.

Wie der Amtsleiter Bauverwaltung weiter informierte, werde derzeit die Ausschreibung der für 2014 vorgesehenen Arbeiten vorbereitet. Aus der terminlichen Abfolge werde sich ein Baubeginn im Herbst ableiten, so Köhler. Im städtischen Haushalt sind für den Abschnitt dieses Jahres 217 000 Euro vorgesehen. Er wird sich von der Nuthe-Brücke (Einmündung Puschkinpromenade) bis zur Einmündung Rephunstraße erstrecken. In die Regenkanal-Arbeiten wird sich auch der Abwasserzweckverband Elbe-Fläming einschalten, der hier Abwasserkanal neu verlegen wird.

Engpässe durch die Stadt

Beide Maßnahmen, so Köhler, basieren auf dem für Zerbst bestehenden Generalentwässerungsplan. Dieser hat auf Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme die dringensten Sanierungsnotwendigkeiten am Abwasser- und am Regenwasserkanalnetz beschrieben und Prioritäten festgelegt. So ist beispielsweise die Sanierung des Regenwasser-Auffangbeckens nahe der Karl-Marx-Straße wie auch die Regenkanalsanierung in der Neuen Brücke bereits auf Basis dieses Planes realisiert worden.

Aktuell also die Jeversche Straße. Die Straße wird, so Köhler, während der Bauzeit zumindest in Teilabschnitten voll gesperrt werden müssen, da in offener Weise gebaut werden muss. Zum Nadelöhr dürfte der Bereich zwischen den Einmündungen Käsperstraße und Dessauer Straße werden. "Unter Umständen wird zeitgleich auch die Kreuzung der Roßlauer Straße mit Krimmling und Dessauer Straße ausgebaut. Dann haben wir sicherlich Schwierigkeiten, den Verkehr ordentlich umleiten zu können."

Der Fortgang in der Roßlauer Straße (B 184) hatte sich noch vor wenigen Wochen anders dargestellt. Im Dezember hieß es aus der hierfür zuständigen Landesbauverwaltung in Dessau, es werde im Jahr 2014 keine weiteren Ausbauabschnitte geben. "Dies stimmt aktuell nicht mehr. Uns wurde gerade erst mitgeteilt, dass der Kreuzungsausbau nun doch bereits in diesem Jahr erfolgt."

Ferner sei anzunehmen, dass nicht nur die Kreuzung selbst, sondern noch ein "kleines Stück Bundesstraße Richtung Kirschallee" ebenfalls mit ausgebaut wird. Vollendet werde dies jedoch absehbar erst im Jahr 2015, so Köhler. "Dafür hat die Stadt für dieses Jahr auch keine anteiligen Mittel zur Finanzierung von Gehweg und Straßenlicht vorgesehen."

Fest steht allerdings, dass der Regenwasserkanalbau in der Karl-Marx-Straße wie auch in der Biaser Straße (unter dem Bahnübergang hindurch Richtung Jeversche Straße) in diesem Jahr nicht erfolgt. "So bleibt uns zumindest dieser Verkehrsbereich als Umleitungsstrecke erhalten."

Karl-Marx-Straße 2015/16

Die beiden letztgenannten Abschnitte sind seit Jahren schon problematisch, wenn erhebliche Niederschlagsmengen anfallen. "Wir brauchen allerdings gerade für den Kanalbau in der Biaser Straße genaue Höhenangaben. Denn dieser Abschnitt wird ja in den künftigen Regenkanal der Jeverschen Straße einmünden - genau wie das Wasser aus der Karl-Marx-Straße. Folglich ist nun vorgesehen, erst die Jeversche Straße in Gänze zu planen und an der Nuthe-Brücke auch bereits mit dem Bau zu beginnen, ehe im Bereich Biaser Straße/Karl-Marx-Straße begonnen wird." Diese Abschnitte sind aus jetziger Sicht für die Jahre 2015/16 vorgesehen.

Wenn die Karl-Marx-Straße einen neuen Regenkanal erhält, soll dies im Zusammenhang mit einem grundhaften Ausbau der Straße selbst erfolgen. Hierfür ist wiederum die Landesstraßenbaubehörde zuständig. "Es sind also die Planungen und auch die Verfügbarkeit der Mittel abzustimmen, was nicht immer einfach ist", so Köhler.

Auch wenn in der Jeverschen Straße Kanalbau erfolgt, bleibt dennoch die Fahrbahn selbst unausgebaut. "Dies ist sicherlich nötig, kann aber nicht zeitgleich erfolgen. Denn aktuell ist nach wie vor offen, wie ein solcher Straßenausbau gefördert werden könnte. Das Entflechtungsgesetz, nach welchem bis 2013 gefördert wurde, ist ausgelaufen und ein neues Gesetz ist noch nicht da. Deshalb wird es auch in diesem Jahr keinen kommunalen Straßenausbau in Form neuer Projekte geben."