Das Alexianer St. Joseph-Krankenhaus Dessau hat eine psychiatrische Institutsambulanz im Gebäude der Tagesklinik "St. Ida" in Zerbst eröffnet. Seit November betreut Ärztin Alexandra Honigmann hier Patienten.

Zerbst l Die Arbeit der psychiatrischen Institutsambulanz ähnelt zum Teil der eines niedergelassenen Arztes. "Die Patienten vereinbaren einen Termin und werden zu diesem von mir in der Sprechstunde empfangen", erklärt die zuständige Ärztin Alexandra Honigmann das Procedere. Die Ambulanz stellt bei Bedarf Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus.

Im Gegensatz zu einer Arztpraxis kümmert sich allerdings in der psychiatrischen Institutsambulanz ein fachübergreifendes Therapeutenteam um die Patienten. Karin Hillmann unterstützt als Arzthelferin Alexandra Honigmann. Des Weiteren steht einmal pro Woche eine Sozialarbeiterin zur Verfügung.

"Wir bestellen unsere Patienten alle sechs bis acht Wochen in die Sprechstunde", erklärt Alexandra Honigmann. "Hier können wir das aktuelle Befinden des Patienten einschätzen, kurze unterstützende Gespräche führen, seine Medikation kontinuierlich überprüfen und anpassen sowie Laborwerte kontrollieren. In Krisensituationen können wir schnell reagieren."

Betreuung von Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen

Neben der medizinischen Behandlung finden die psychisch Erkrankten soziale Unterstützung. Die Sozialarbeiterin hilft bei Behördenkontakten, berät bei persönlichen Problemen oder vermittelt hauswirtschaftliche Trainings.

Die psychiatrische Instituts- ambulanz arbeitet eng mit dem St. Joseph-Krankenhaus Dessau und der psychiatrischen Tagesklinik in Zerbst zusammen.

Die Behandlung eines Patienten durch die psychiatrische Institutsambulanz kann unterschiedlich lang dauern, manchmal über Jahre. "Durch die intensive Betreuung wollen wir eine vertrauensvolle und langfristige Patientenbeziehung am Wohnort aufbauen", erläutert Alexandra Honigmann. Die Patienten werden darin unterstützt, ein möglichst stabiles Leben mit ihrer psychischen Erkrankung zu führen. "Dadurch lässt sich eine Behandlung im Krankenhaus oft vermeiden", fährt die Ärztin fort.

Die psychiatrische Institutsambulanz betreut vor allem Patienten mit Psychosen und Depressionen, aber auch anderen psychiatrischen Erkrankungen. Einige Patienten der psychiatrischen Ambulanz haben zuvor eine tagesklinische Behandlung durchlaufen.

"Um in die psychiatrische Institutsambulanz aufgenommen zu werden, benötigen Patienten eine ärztliche Überweisung", betont Alexandra Honigmann. Auch die Chipkarte wird für die Anmeldung benötigt.

Wer die Institutsambulanz aufsuchen möchen, kann werktags zwischen 9 und 12 Uhr Termine unter (03923/ 61 36 39 16) vereinbaren.