Zerbst (jkd) l Ein ständig kaputter Fahrstuhl und Mieter, die sich nicht an die Hausordnung halten - mit diesen Punkten wendeten sich Anwohner des Wegeberges 10 wiederholt an Mitglieder des Stadtseniorenbeirates, aber auch an die Volksstimme.

"Das Problem mit dem Aufzug ist uns seit einer Weile bekannt", sagt Joachim Schlichter, Geschäftsführer der Bau- und Wohnungsgesellschaft Zerbst (BWZ), der Eigentümerin des Wohnblockes. Eine Fachfirma habe entsprechende Reparaturarbeiten am Aufzug durchgeführt, so dass dessen Funktion nun wieder sichergestellt ist. Zudem erfolgt derzeit die Einholung eines Angebotes zur Sanierung des Aufzuges. Hauptschwachpunkt sei die Steuerung des Tableaus. "Es gilt, dann noch Bestellzeiten abzuwarten, aber im Moment läuft der Fahrstuhl."

Zudem würden die im Haus notwendigen Instandsetzungen und Instandhaltungsmaßnahmen weiter vorgenommen sowie bei Mietinteressenten die jeweiligen Wohnungen hergerichtet.

Der Wunsch der älteren Hausbewohner nach einem festen Hausmeister beziehungsweise einem Ansprechpartner vor Ort einmal die Woche kann nicht realisiert werden. Eine externe Firma kümmert sich um die Außenanlage sowie die Reinigung des Treppenhauses. "Durch Abnahmen und Einzüge sind wir ohnehin ständig vor Ort, so dass die Mieter uns auch auf diesem Weg ihre Hinweise geben können", sagt Silke Katthage, Mitarbeiterin der BWZ. Ansonsten reiche ein Anruf und man nehme sich dem Sachverhalt an. "Wir brauchen dazu jedoch konkrete Meldungen", betont Joachim Schlichter. Anonyme Hinweise würden in keinem Fall weiterhelfen.

Weniger Einfluss hat die BWZ auf das scheinbar problematische Miteinander mancher Mieter. "Wir haben eine Hausordnung und die gilt", betont Schlichter. Jeder Mieter erhält die Hausordnung mit dem Mietvertrag. Dass die Probleme durch bestimmte Mieter verursacht werden, könne nicht belegt werden.

Ein Generationsproblem könne aber nicht ausgeschlossen werden. Die kleinen Wohnungen im Wegeberg 10 sind mittlerweile auch attraktiv für junge Leute und Familien. "Ich weiß, dass dieses Miteinander auch sehr gut funktionieren kann", sagt Joachim Schlichter. Und auch, dass einige Familien aus dem europäischen Ausland stammen, sei kein Grund, auf schlechte Mieter zu schließen. Einige wohnten bereits seit 15 Jahren im Wegeberg 10. "Etliche von den Neuzugezogenen stehen in Lohn und Brot, gehen hier einer Arbeit nach. Wir sind in der EU und grenzen niemanden aus."

Ein weiteres angesprochenes Problem ist der Müll. Ob vermüllte Ecken im Keller oder falsche Mülltrennung - auch dieses Problem ist nicht neu. "Dieses Müllproblem ist keines, das nur im Wegeberg 10 auftritt", erklärt Silke Katthage. In fast allen Großwohnanlagen der BWZ ist diese Entwicklung zu beobachten.

Auch in diesem Fall kann es keinen bestimmten Mietern zugeordnet werden. "Zu diesem Sachverhalt haben wir teilweise jeden Mieter angeschrieben und nochmals über den Sachverhalt informiert", erzählt Silke Katthage. Erfolge brachte dies jedoch bislang keine.