Zerbst l Der Autodrehkran, der am Mittwoch Baumaterial ins Zerbster Schloss hievte, ist mittlerweile ein gewohnter Anblick. "Dieses Mal ist das Material für den Einzug einer Stahlbetondecke oberhalb der ersten Etage im Bereich des Corps de Logis geliefert worden", erklärt Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst, das Vorgehen.

Derzeit befinden sich die Arbeiten am dritten Bauabschnitt der Maßnahme VI in vollem Gange. "Es stellte sich heraus, dass die Inhalte dieser Baumaßnahme doch komplizierter sind, als zu Beginn angenommen", so Herrmann. So mussten einzelne Bauarbeiten vorgezogen oder zurückgestellt werden. Letztlich waren es statische Gründe, die für die Verzögerungen und Anpassung der einzelnen Arbeitsschritte verantwortlich waren.

Zwar liegen die Arbeiten derzeit noch hinter dem Zeitplan zurück, doch mittlerweile befinde man sich auf der Zielgeraden. Die nächsten Arbeitsschritte stehen fest. Zudem konnte bereits das Baugerüst auf der Hofseite abmontiert werden. Somit seien nun auch die Abrissarbeiten an der Tribüne bis ran an den Schlosskörper ohne Behinderungen möglich.

"Es ist unsere achte Maßnahme und sie ist die bisher komplexeste, schwierigste und interessanteste", ordnet Dirk Herrmann das Bauvorhaben ein. Unter anderem ist in dieser Maßnahme vorgesehen, ein Notdach in der westlichen Ecke des Corps de Logis einzuziehen, in Teilen werden gewölbte Geschossdecken wieder eingezogen sowie die einstige Wirtschaftstreppe neu errichtet.