Zerbst l Die Stadt Zerbst hat die Stelle der Amtsleitung des Rechnungsprüfungsamtes ausgeschrieben. Inge Hensel, die Amtsleiterin, geht nach über 40-jähriger Tätigkeit in der Stadtverwaltung in diesem Jahr in den Ruhestand. Ihre Stelle wird neu besetzt.

Auch Bernd Köhler wird in diesem Jahr in Ruhestand gehen. Er ist der Amtsleiter Bauverwaltung. Doch diese Stelle wurde nicht neu ausgeschrieben. "Diese Amtsleiterstelle soll eingespart werden", erklärte der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) sein unterschiedliches Vorgehen. Kein Bauamt mehr? Eigentlich hatte die Zerbster Stadtverwaltung schon seit Jahren kein klassisches Bauamt mehr. Denn neben der Bauverwaltung gibt es das Stadtplanungs- und Liegenschaftsamt. "Es ist unser bereits im Personalentwicklungskonzept hinterlegtes Ziel, im Jahr 2014 ein Gebäude- und Liegenschaftsmanagement einzurichten. All das, was mit Gebäuden und städtischen Liegenschaften zusammenhängt, soll in einem Amt zusammengeführt werden. Aktuell werden im Zusammenhang mit Gebäuden und Liegenschaften in der Bauverwaltung, im Hauptamt, im Finanz- und im Ordnungsamt Verwaltungstätigkeiten ausgeführt. Aus dieser Konstellation heraus haben wir untersuchen lassen, in welchem Amt der Arbeitsschwerpunkt liegt. Es zeigte sich, dass dies das Haupt- und Personalamt ist. Folglich werde ich das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement dem Haupt- und Personalamt zuordnen. Damit einher geht auch die Zuordnung von Stellenanteilen aus dem Ordnungsamt in das Haupt- und Personalamt."

Die restlichen Bauverwaltungsaufgaben (Baurecht und Tiefbau) sollen, so der Bürgermeister, dem Stadtplanungs- und Liegenschaftsamt zugeordnet werden.

Geht da vielleicht das Wissen um manche historische Entwicklung einzelner Bereiche der Stadt verloren, wenn es keinen Bauamtsleiter mehr gibt? Dittmann winkt ab. "Wir haben langjährige Mitarbeiter in dem aufzulösenden Amt. Sie bleiben uns ja erhalten."

Mit der Auflösung des Amtes für Bauverwaltung werde eine weitere Arbeitsverdichtung einhergehen. Zugleich würden die Ämter künftig etwa gleich groß sein.