Zerbst l Mit gemischten Gefühlen sind die Jungen Wilden des CCZ am Sonntag von der Landesmeisterschaft in den karnevalistischen Tänzen in Merseburg zurückgekehrt. Wie im Vorjahr belegten die Zerbster Tänzerinnen den 6. Platz.

"Der 5. Platz wäre realer gewesen", sagte Dietmar Mücke, Präsident des Zerbster Karnevalclubs Rot-Weiß Zerbst (CCZ). "Aber entscheiden muss die Jury, die dann doch einem anderen Verein den Vorrang gab."

Die Jungen Wilden - Tänzerinnen zwischen zwölf und 14 Jahren - präsentierten in ihrem über vier Minuten langen Showtanz dem Außerirdischen Alpha vom Planeten Taurus ihre Welt. Die schnelle und ausgeflippte Choreographie wird begleitet von der Erkennungsmelodie zu Alf oder Hits wie "Codo".

An den tänzerischen Leistungen der Jungen Wilden gebe es nichts zu kritisieren. "Sie haben die gewohnt gute Qualität abgerufen und sich so dargestellt, wie wir uns das vorgestellt haben", setzte Dietmar Mücke hinzu.

Um an die Qualität der Leistungsspitze aus Obhausen, Roitzsch und Werdershausen heranzukommen, sei noch viel Training notwendig. "Da die Jungen Wilden noch einige Jahre bei den Junioren tanzen können, sehen wir durchaus die Möglichkeit, in den nächsten Jahren bessere Platzierungen zu erreichen."

Zugleich war der CCZ unzufrieden über die teilweise sehr niedrige Bewertung, über Punktzahlen, die sehr weit auseinander drifteten und dass Jurymitglieder untereinander "abguckten". Großen Unmut habe zudem erregt, fügte Dietmar Mücke an, dass einige Vereine die Tänze vergangener Jahre zeigten. Hierzu findet er klare Worte: "Das ist ein Schlag in das Gesicht derer, die sich jedes Jahr neue Choreographien einfallen lassen". Der Landesverband als Veranstalter der Landesmeisterschaft habe hier Handlungsbedarf.

Dennoch schauen die Zerbster Karnevalisten zuversichtlich in die Zukunft: "Nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft".