Bei einer Mitgliederstärke von 70 musste der Steutzer Ortswehrleiter Marco Schröter der positiven Entwicklung der Mitgliederstatistik auch etwas negatives abgewinnen - der Platz im Gerätehaus reicht nicht mehr aus. So fand die Jahreshauptversammlung der Kameraden in der Turnhalle statt.

Steutz l Für die Versammelten hielt Schröter noch eine ganze Reihe Zahlen bereit, die (siehe Infokasten) auf eine enorme ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr schließen lassen. Dafür dankte er allen seinen Mitstreitern. Ein Dankeschön sollte auch alle Sponsoren und Helfer erreichen, die die Feuerwehr 2013 unterstützt haben, ebenso wie die Lebenspartner und Freunde, die immer wieder Verständnis für die Feuerwehrarbeit zeigen.

Im Rückblick auf das vergangenen Jahr beleuchtete er alle Aspekte der Feuerwehrarbeit. Die Einsätze, die zwar alle gefahren werden konnten, aber Schröter den Träger der Feuerwehr in der Pflicht sieht, nach Lösungen zu suchen, wie noch mehr Kräfte im Ort oder in der Nähe gebunden werden können. Die Ausbildung, bei der nur 15 Kameraden die Vorgabe erfüllt haben, an 40 Stunden im Jahr teilzunehmen. Da ging ein dringender Appell an die Leute, die Ausbildungsangebote wahrzunehmen: "Wir haben eine ganze Menge an Ausrüstung, wenn man damit eine Weile nicht gearbeitet hat, vergisst man den ein oder anderen Handgriff, der im Ernstfall aber sitzen muss."

Wenn es um Tradition und Gemeindeleben geht, nimmt auch in Steutz die Feuerwehr einen hohen Stellenwert ein. Der Fackelumzug beim Maibaumsetzen führte 2013 zum Osterfeuer, da dieses zuvor ausgefallen war. Traditionell wurden die Jugendweihlinge der Wehr mit dem großen roten Taxi chauffiert. Bei Kreuz Quer durch Steutz begrüßten die Kameraden zahlreiche Besucher in der Feuerwehr. Sowohl Grundschüler als auch die Kita-Kinder wurden im Gerätehaus empfangen. Kinder- und Jugendwehr präsentierten sich bei der Begehung zum Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Weitere Veranstaltungen wurden über das Jahr durch die Feuerwehr organisiert oder unterstützt, bis hin zum Aufstellen der Weihnachtsbäume.

Der Ortswehrleiter bedauerte, dass Steutz mit keiner Mannschaft beim Pokallauf der Stadt Zerbst vertreten war, hofft aber, dass es in diesem Jahr wieder etwas wird. Auch die "Spiele der besonderen Art" mit der Partnerfeuerwehr Stiege fielen aus. Hier gibt es aber für dieses Jahr schon einen festen Termin im Mai. Marco Schröter wagte weitere Ausblicke auf 2014, und er richtete einige Wünsche an die Stadt, zum Beispiel, dass sich in Sachen fehlender Löschwasserversorgung in Steutz etwas tut und auf die gestiegene Mitgliederzahl zurückzukommen, dass ernsthafte Überlegungen für eine Erweiterung des Feuerwehgerätehauses angestellt werden.

Dem Bericht über die Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehr von Jugendwartin Mandy Schröter folgte eine Arbeitsschutzbelehrung, bevor eine ganze Reihe von Kameraden ernannt, befördert und ausgezeichnet werden konnten. Der stellvertretende Ortswehrleiter Sven Apel machte auf wichtige Termine im Dienstplan des ersten Halbjahres aufmerksam, bis schließlich die Gäste, Stadtwehrleiter Jürgen Dornblut, Bürgermeister Andreas Dittmann und Ortsbürgermeisterin Regina Frens zu Wort kamen. "Das Hochwasser und die Stürme haben gezeigt, was wir ohne Feuerwehr wären", meinte Dittmann. Dornblut wünschte, dass es bei anderen Ortswehren so gut laufen würde, wie in Steutz. Und auch Regina Frens erklärte, wie stolz sie auf die Feuerwehr sei: "Auf euch ist immer Verlass."

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