Zum Frühlingsfest mit besonderen Gästen hatte gestern die Volkssolidarität-Ortsgruppe Güterglück eingeladen. So gab es musikalische Grüße aus China und dazu eine Teeverkostung.

Güterglück l Aus China eingeflogen hatte die Güterglücker Ortsgruppe der Volkssolidarität gestern ihre Gäste. Nein, nicht ganz, die beiden jungen Chinesinnen studieren an der Hochschule Anhalt und kamen mal eben von jenseits der Elbe herüber. Vermittelt hatte den Auftritt Vera Ladwig aus Güterglück. Sie war lange im Studienkolleg der Hochschule für die Betreuung der chinesischen Studenten zuständig. Von Höhepunkten im Studienjahr wusste sie, was einige ihrer Schützlinge drauf haben. Da sie sich seit kurzem in der Güterglücker Volkssolidarität einbringt, meinte sie, dass die beiden jungen Frauen auch ein kleines Programm in Güterglück präsentieren könnten.

Nun bot das Frühlingsfest eine gute Gelegenheit. Da kamen nicht nur die Mitglieder der Güterglücker Ortsgruppe, sondern auch die Gehrdener, die Gruppe aus Schora, dazu eine Reihe Zerbster, Gäste aus Lindau und Loburg. 53 Köpfe hatte Ortsgruppenleiterin Ellen Biedermann, die das Frühlingsfest mit dem Akkordeon und Liedern zum Mitsingen eröffnete, gezählt. Alle waren neugierig auf Si Yuan und Wu Tingting. Die eine rezitierte das "Frühlingserwachen", die andere zückte ihre Ukulele und sang dazu. Mit einem chinesischen Lied über die Mutter beeindruckte Si Yuan das Publikum, aber auch der gemeinsame Gesang der beiden kam an.

Nach den musikalischen Grüßen war es an der Zeit, den Tee zu bereiten. Das heiße Wasser wurde auf die Chrysanthemenblüten gegossen. Stopp: "Den ersten Aufguss trinken wir nicht", erklärte Si Yuan. Chinesische Teekännchen und eine Tasse, aus der eigentlich nur hochrangige Leute trinken dürfen, wurden gezeigt. Jeder durfte kosten - vom Chrysanthementee, vom Grünen und vom Jasmintee. Bereitwillig erklärten die Gäste mehr dazu, und man kam ins Gespräch.

Wu Tingting und Si Yuan studieren Architektur. Vier Semester haben sie für den Abschluss als Master noch vor sich. Während Si Yuan schon seit 2009 in Deutschland ist, kam Wu Tingting erst im vergangenen Jahr. Die beiden 25-Jährigen, die eine aus der Mitte, die andere aus dem Osten Chinas, lernten sich hier kennen. Was die Senioren gestern kennenlernten, kam gut an. "Das war doch mal etwas anderes", war man sich einig.

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