Hoher Schwierigkeitsgrad beim Heimaträtsel: Das Foto zeigt die Rückansicht des heutigen Pflegeheims in Bärenthoren.

Bärenthoren l Das Pflegeheim des Roten Kreuzes in Bärenthoren war in dieser Woche beim Heimaträtsel gesucht. Einige Hinweise wurden gegeben, denn die Aufnahme zeigte die Rückansicht des Gebäudes. Ein hoher Schwierigkeitsgrad, wie die Redaktion befand. Doch alle Anrufer lagen mit ihrer Antwort richtig.

"Das ist Bärenthoren, da waren wir vergangenes Jahr vom Roten Kreuz aus", antwortet Annemarie Gründer aus Zerbst prompt am Telefon. Noch ganz genau kann sie sich an diesen schönen Nachmittag erinnern: Es gab eine Bühne, ein Zelt, und es wurde gefeiert. "Und nebenher konnten wir das Haus besichtigen - schöne Räume, alte Treppen, vieles verschnörkelt, wirklich schön. Auch die alten Möbel unterstreichen das Alter des Hauses", erinnert sie sich. Vor diesem Ausflug kannte sie das Haus allerdings nicht.

Ganz im Gegenteil zu Cornelia Bulitz-Dähne. Sie kennt das "Schloss Bärenthoren" noch aus ihrer Kindheit. "Da haben meine Mutter und meine Oma gearbeitet", erzählt sie. Deshalb hat sie auch sofort den Hintereingang erkannt. "Hinter dem vergitterten Fenster war die Küche", weiß sie noch. Zwar durfte sie nicht in die Küche, aber oft hat sie ihre Mutter und Oma besucht oder abgeholt.

Auch Heinz Peter Lochow aus Zerbst erkannte das Gutshaus vom Kammerherren Kalisch in Bärenthoren am Hintereingang. "Ich kenne es seit den 50er Jahren, denn da bin ich mit meinem Vater ausliefern gefahren. Er war Fahrer für den Konsum und fuhr zweimal in der Woche die Verkaufsstellen im Umland an. In den Ferien fuhr ich mit", erzählt er. Deshalb weiß er auch noch ganz genau, was dort alles zu sehen war: "Das große Fenster an der unteren rechten Kellerseite - da war die Küche, und das Fenster links unten war das Büro vom Leiter des Heimes in den 50er Jahren. Ich glaube, der hieß Meier", erinnert er sich weiter. Doch damit nicht genug. Die familiären Verbindungen zu diesem Haus liegen in Lochows Familie noch länger zurück. Auch Mutter Irmgard Lochow war dort Angestellte, ebenfalls ihre Eltern. Auch ihr Opa, also sein Uropa, arbeitete für das Gutshaus. "Er war dort Gärtner", weiß Lochow noch. Aber nicht nur das Haus ist dem jetzigen Zerbster ein Begriff. Auch die Heim- und Parkanlage dahinter mit Mischwald und Gedenkstein kennt Lochow. Ebenfalls lebhaft in Erinnerung sind ihm auch Kindertagsfeiern der PGH Elektro. "Weil zwei aus der PGH aus Bärenthoren kamen", erzählt er.

Heimvorteil hatte Helmut Sehl aus Polenzko. "Wenn man aus dem Nachbarort kommt, kennt man das, obwohl der Hintereingang natürlich ein eher ungewohntes Bild ist", erzählt er am Telefon.

Ebenfalls erkannte Siegfried Schellin aus Güterglück das Gutshaus in Bärenthoren. "Ich erinnerte mich an das Jubiläum", begründet er.

Und vom Vorbeifahren kennt Detlef Teßmann das Schloss Bärenthoren. "Es hat ja recht markante Punkte", argumentiert er am Telefon.

Gewinner des Heimaträtsels in dieser Woche ist Heinz Peter Lochow aus Zerbst. Herzlichen Glückwunsch!

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