Zerbst l Als Ergebnis einer Zusammenarbeit des Zerbster Heimatvereins mit dem ehemaligen Festkomitee "Ankuhn 800" werden in Kürze zwei weitere Informationstafeln an nicht mehr vorhandene historische Zerbster Bauwerke erinnern.

"Während der Feierlichkeiten zum Ankuhn-Jubiläum im vergangenen Jahr ist die Idee für diese Tafeln entstanden", sagt Helmut Hehne, Mitglied des Heimatvereins und des Vorbereitungskomitees. Gemeinsam mit dessen Vorsitzenden Andreas Spindler und Franz Stephan, ebenfalls in beiden Gremien aktiv, hat er am Sonnabend die Stellen beraten und festgelegt, an denen die Schilder ihren Platz bekommen sollen. Gewidmet sein werden sie den beiden ehemaligen Toren des Ankuhn, dem Siechentor und dem Lindauer Tor.

Das Siechentor, dessen damals nicht mehr benötigte Toranlage bereits 1683 abgetragen wurde, hatte seinen Namen nach dem im Bereich der St. Marienkirche 1213 erwähnten "Siechenhospital".

Das Lindauer Tor wurde 1572 erstmals erwähnt. In ihm befanden sich eine Arrestzelle und das Armenhaus der damals noch eigenständigen Gemeinde Ankuhn. 1818 wurde das Tor - funktionslos geworden - abgetragen.

Am 16. April, dem Tag, an dem die Zerstörung der Stadt Zerbst 69 Jahre zurück liegt, sollen die beiden Tafeln der Öffentlichkeit übergeben werden. Treffpunkt ist um 14 Uhr am ehemaligen Siechentor, am Grundstück Elz, Grüne Straße 80. Anschließend geht der Weg zum Lindauer Tor am Grundstück Franke, Lindauer Straße 67.