Zerbst l Die Wanderausstellung "Heimat im Krieg 1914-1918 - Spurensuche in Sachsen-Anhalt", die zu Jahresbeginn im Altmärkischen Museum Stendal eröffnet worden war, ist ab 17. Juli auch im Museum der Stadt Zerbst zu sehen. Ziel der Ausstellung ist, den Besuchern ein Fenster zur Lebenssituation der Menschen in der Region während des Ersten Weltkrieges zu öffnen.

Die Basisarbeit dazu haben Studierende des Instituts für Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg geleistet.

Aufgefallen war, dass es zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges zwar eine Flut von Forschung und Veröffentlichungen gibt, darunter sich aber kaum regionale Aspekte für die damalige Provinz Sachsen und das Herzogtum Anhalt befinden.

Den speziellen lokalen Bezug stellen die Museen vor Ort her, in dem sie ihre Objekte sprechen lassen. Matrosenkragen, Lebensmittelkarten, Kochbücher, Plakate, Feldpostbriefe, Tagebücher oder Fotos machen die lokale alltagsgeschichtliche Perspektive des Ersten Weltkrieges sichtbar.

Das Zerbster Museum freut sich, falls Bürger Erinnerungsstücke aus dieser Zeit als Leihgabe für die Ausstellung zur Verfügung stellen.