Für Pulspforde ist vergangene Woche eine Zeit ohne Zeit zu Ende gegangen. Eine neue Funkuhr an der Kirche zeigt nun genau an, wie spät es ist.

Pulspforde l Dem Ortsbürgermeister hat das Dorf seine neue Uhr an der Kirche zu verdanken. Edgar Petermann hatte die alte Uhr, die trostlos an der Backsteinfront über dem Eingang zum Gotteshaus dahin verwitterte, schon länger gewurmt. Von seinem Hof aus schaute er tagtäglich darauf, kein wirklich schöner Anblick. "Die letzten 30 Jahre ging die Uhr nicht mehr", so Petermann. Dass die Kirchengemeinde keine Mittel dafür haben würde, war ihm auch klar. Da kam ihm eine Idee.

Als er im vergangenen Jahr seinen 50. Geburtstag feierte, bat er seine Gäste von Geschenken Abstand zu nehmen und lieber für eine neue Kirchenuhr zu spenden. Da kam allerhand zusammen, wofür Petermann seinen Geburtstagsgästen noch einmal Danke sagt. Den fehlenden Rest ergänzte der Ortsbürger aus der eigenen Tasche.

Im Sommer ging die neue Uhr in Auftrag. Endlich war es nun soweit, und vergangene Woche konnte eine Firma für Glocken- und Turmuhren aus dem thüringischen Kölleda die alte Uhr aus- und die neue einbauen. Die alte mit dem gusseisernen Ziffernblatt war womöglich noch die Originaluhr, vermutet Petermann. Die neue ist eine Funkuhr mit "altem" Ziffernblatt. Sie dürfte ganz genau gehen und auch keine Arbeit weiter machen.

Nach dem Einbau gebührt Andreas Neumann noch ein großes Dankeschön, dass er Hubsteiger und seine Arbeitskraft bereitstellte. Nur eines fehlt nun noch: Die Uhr soll auch wieder die Stunde schlagen. Dafür will Petermann auch noch sorgen.

   

Bilder