Bis zu den Wahlen Ende Mai soll der Versammlungsraum im Moritzer Gemeindehaus saniert sein. Ein Muss, denn ein längerer Aufenthalt in dem Zimmer ist nicht zumutbar.

Moritz l Eigentlich müssten in dem Versammlungsraum, wo am Mittwochabend der aktuelle Ortschaftsrat zu seiner womöglich letzten Sitzung der Wahlperiode zusammenkam, alle Fenster offen stehen. Der frischen Luft wegen. Ansonsten ist die Geruchsbelästigung nicht zu verleugnen. Eine Sanierung ist unumgänglich, um den Raum für längere Zeit zu nutzen.

Einen ganzen Tag lang sollen hier am 25. Mai die Wahlen stattfinden. Die Wähler kommen nur kurz, um ihre Stimmen abzugeben. Allerdings werden sich die Wahlhelfer den ganzen Tag im Wahllokal aufhalten. Das sei nicht zumutbar, machte der Moritzer Ortsbürgermeister Thomas Wenzel deutlich. Die Moritzer müssten woanders wählen. Nach Güterglück fahren? Dann würde die Beteiligung wohl noch geringer ausfallen. Der Raum muss saniert werden.

Die Beeinträchtigung resultiert aus der vorhandenen Bauwerksfeuchte in den Außenwänden und dem PVC-Boden mit dem dazugehörigen Unterbau aus Spanfaserplatten. Durch die Feuchte werden chemische Verbindungen freigesetzt. Der gesamte Fußboden, einschließlich Unterbau ist zu erneuern, um das Problem zu beseitigen. Außerdem müssen die Tapeten entfernt und ein diffusionsoffener Farbanstrich aufgetragen werden, damit die Wände abtrocknen können.

Für die Trockenlegung müssen die unterkellerten Außenwände freigeschachtet werden. Eine waagerechte und senkrechte Sperrung soll Abhilfe schaffen. Die Kellerinnenwände brauchen eine Kalkschlammbeschichtung. Mit verschiedenen Handwerkern und Bauleuten war Thomas Wenzel in den vergangenen Wochen im Gemeindehaus, um Kostenvoranschläge von den Firmen einzuholen. Zwischen 8000 und 10 000 Euro würde die Sanierung kosten.

Die Bürgervertreter waren nun gefragt, sich zu positionieren. "Gemacht werden muss was", meinte Jürgen Burkhardt, dem die Kosten allerdings als "ganz schön viel Holz" erschienen. "Das wird eine teure Wahl", kommentierte Hartmut Klabe das Ganze. Kurt Emersleben wollte wissen, warum es zu dem Zustand gekommen sei, ob denn nicht Fachleute hier am Werke gewesen wären - "Nun haben wir den Schaden".

"Es ist das einzige Objekt, dass wir haben", gab Thomas Wenzel zu bedenken. Wichtig wäre, dass der Raum bis Mai hergestellt werde. Die Sanierungskosten sollen aus der Rücklage der Ortschaft finanziert werden. Schließlich stimmten die Ratsmitglieder der Notwendigkeit zu.