Einfamilienhäuser und Mietwohnungen halten sich in der Region Elbe-Fläming die Waage. Doch auf was fast jeder Wert legt: Ein bisschen Grün, ob im Garten oder auf dem Balkon. Mit der Regional-Analyse ist ein Trend zu erkennen: Es zieht die Menschen vom Land zurück in eine Stadtwohnung.

Zerbst/Schönebeck/Burg l Im eigenen Haus leben 49,1 Prozent der Befragten in der Region Elbe-Fläming. 50,5 Prozent leben zur Miete, Eigentumswohnungen sind zwischen Anhalt-Bitterfeld, dem Jerichower Land und Salzlandkreis fast gar nicht gefragt. Was allerdings sehr gefragt ist: Ein Garten oder Balkon. Fast drei Viertel der vom Verlagshaus Volksstimme Befragten kümmern sich um Pflanzen vor der Balkon- oder Haustür.

Das sind in Magdeburg weitaus weniger. In der Stadt leben jedoch auch rund 80 Prozent zur Miete, nur 15 Prozent besitzen ein eigenes Haus. Doch was das Baujahr dieser Eigenheime betrifft, nehmen sich die Magdeburger nicht viel von den Bewohnern in Elbe-Fläming. Jedes dritte Haus wurde hier zwischen den Jahren 1919 und 1948 erbaut. Rund 20 Prozent leben in 40 bis 60 Jahre alten Eigenheimen.

Jeder Vierte in der Region plant eine Veränderung seiner Wohnsituation. Jedoch geht es für rund die Hälfte nicht ins eigene Haus, sondern in eine kleinere Mietwohnung. Woran das liegen kann, weiß Günter Schuckert vom Verein Haus und Grund Anhalt/Zerbst. "Es gibt immer wieder Fälle, wo Hauseigentümer durch familiäre Umbrüche ihr Haus verkaufen und in die Stadt ziehen wollen", berichtet der Vorsitzende aus Erfahrung.

Das Alter spiele dabei eine wichtige Rolle. "Altersgerechte Wohnungen mit Fahrstuhl oder in den unteren Etagen sind besonders gefragt." Auch dadurch, dass in den ländlichen Gegenden immer weiter die Busverbindungen wegbrechen, kommen die Bewohner zurück vom Dorf in die Stadt, erklärt Schuckert.

Ein Vorteil: Der kurze Weg zu Arzt und Supermarkt. Was Schuckert auch bestätigen kann: "Balkone sind immer sehr beliebt."