Unbekannte Täter haben auf dem Zerbster Heidetorfriedhof diverse Blechabdeckungen von Gebäuden und Einrichtungen entwendet. Der Schaden dürfte deutlich vierstellig sein.

Zerbst l "Jetzt haben sie den Rest geholt." Friedhofswärter Detlef Ostrowski zeigt auf eines der Mausoleen auf dem Zerbster Heidetorfriedhof. Schon wieder fehlen Teilstücke des Regenfallrohres. Im Februar hatte der Friedhof bereits schon einmal nächtlichen "Besuch". Damals verschwanden die ebenerdig erreichbaren Rohr-Stücke. Die wurden zwischenzeitlich durch Plastik-Rohre ersetzt. "Jetzt haben sie offenbar eine Leiter mitgebracht, um nach oben zu steigen und auch die oberen Enden zu klauen", schüttelt Ostrowski den Kopf.

Damit nicht genug. Am gleichen Mausoleum wurden auch die mit Baukleber und Blechlaschen gesicherten Pfeilerabdeckungen - ebenfalls Kupferblech - regelrecht heruntergerissen. An einem der Pfeiler reichte offenbar die Kraft nicht, denn es liegt halb aufgekrempelt darauf.

Wenige Schritte entfernt steht ein weiteres der insgesamt vier Mausoleen des Friedhofes. Seit jener Nacht ist die kupferblechbespannte Eingangstür blank: Die Buntmetalldiebe haben das Blech mit sicherlich großer Mühe heruntergerissen.

Zudem haben die Einbrecher auch einen Geräteschuppen aufgebrochen und dort beispielsweise Gartenschlauch-Material und Kupplungen gestohlen. Auch zwei Schubkarren fehlten. Die fand Ostrowski am Dienstag am nordöstlichen Friedhofsrand. "Dort sind sie wahrscheinlich auf den Friedhof vorgedrungen."

Der Schaden wird noch addiert. Er liegt erstem Anschein nach im vierstelligen Bereich.

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