Zerbst l Deutlich sind die weißen Streifen an einem Teilstück der Stadtmauer zu sehen, die entlang der Dr. Martin-Luther-Promenade verläuft. Nachdem die Mauer hier nach einem Unwetter einstürzte und wieder neu errichtet wurde, haben sich bereits im Laufe des Winters Spuren von Vernässung gezeigt. Etwa ein Drittel des oberen Neubaus ist betroffen.

Im März erfolgte eine Besichtigung durch Vertreter der Bauverwaltung, des Denkmalschutzes sowie des Herstellerbetriebes und dem Planer. Anders als ein kleiner Teil des Mauerkopfes (von der Luther-Promenade aus links gesehen), der mit Biberschwänzen abgedeckt wurde, ist die restliche Mauerkrone mit verfugten Ziegeln abgedeckt. Durch Ausbrüche in diesen Fugen drang die Feuchtigkeit ein.

"Die Denkmalpflege hat damals in der Planung nur für diesen einen Anschlussbereich der Mauerkrone Biberschwanzabdeckung zugelassen", erklärt Bernd Köhler, Amtsleiter Bauverwaltung. Welche Lösung nun für dieses Problem gefunden wird, ist derzeit noch offen. Drei Lösungsvarianten werden aktuell geprüft, wie die Untere Denkmalschutzbehörde auf Nachfrage mitteilt. Unter anderem ist auch eine Abdeckung mit Blei in die Diskussion eingebracht worden, da dies aus der Erfahrung heraus eine sehr dauerhafte Lösung darstellt. Im Ergebnis der Besprechung wurde festgelegt, folgende Varianten technisch und kostenseitig zu prüfen: Die Erneuerung der Fugen mit geeignetem kunststoffmodifiziertem, abdichtendem Mörtel, der Einbau einer zusätzlichen Abdeckung in Blei sowie der Einbau einer zusätzlichen Abdeckung aus Biberschwanzziegeln.

Nach Abschluss der Prüfung werde es eine Entscheidung zur Ausführung bei einem erneuten Ortstermin geben.