Zerbst (mla) l Harfenistin Ida Josefine Lindemann vertritt zu Pfingsten die Kreismusikschule Johann Friedrich Fasch Zerbst beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. Sie qualifizierte sich vor kurzem als einzige Zerbster Musikschülerin beim Landeswettbewerb, der in Dessau-Roßlau und Magdeburg ausgetragen worden war.

Von den 200 Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 24 Jahren erhielten insgesamt 64 eine Einladung zum Bundeswettbewerb, der über das Pfingstwochenende in Braunschweig und Wolfenbüttel stattfindet.

Für Ida Josefine Lindemann ist es nicht die erste Teilnahme am Bundeswettbewerb. Im vorigen Jahr gehörte sie gemeinsam mit Klara Marie Rohrer dem Quartett an, das den Harfe-Wettbewerb gewinnen konnte.

Klara Marie Rohrer errang beim Landeswettbewerb dieses Mal einen 2. Preis. Sie lag lediglich zwei (beziehungsweise einen) Punkte hinter Ida Josefine Lindemann und den beiden anderen Mädchen der Altersgruppe III (13- und 14-Jährige), die das Ticket nach Braunschweig/Wolfenbüttel lösten.

Mit seinem 1. Preis vertrat auch Harfenspieler Leon Hoppe in der Altersklasse II (Elf- bis Zwölfjährige) die Zerbster Musikschule hervorragend. Für den Bundeswettbewerb empfehlen konnte er sich noch nicht, da dieser erst ab Altersklasse III beginnt.

Gesa Rebekka Menge zeigte ebenfalls eine klasse Leistung und errang hinter Leon und zwei weiteren Harfenistinnen einen 2. Platz für die Zerbster Musikschule.

Die Elf- bis Zwölfjährigen spielten an der Harfe zwei vollständige Werke oder Sätze aus verschiedenen Epochen. Während sie sechs bis zehn Minuten musizierten, dauerte der Vortrag der Älteren bis zu 15 Minuten. Sie hatten drei vollständige Werke/Sätze aus mindestens zwei Epochen vorzutragen.

"Die Kinder und Jugendlichen, die zum Bundeswettbewerb fahren, spielen schon wie die Profis", sagte Rainer Gräßler, Leiter der Zerbster Musikschule. "Wir sind sehr froh, dass wir dort einen Teilnehmer haben." Sein Lob über das gute Abschneiden richtet sich nicht nur an die Harfespieler sondern auch an Paul Heintze, der an den Drum-Sets in der Altersgruppe IV einen 2. Preis errang. "Das ist super für Paul. Denn einen 2. Preis in einem Landeswettbewerb muss man erstmal schaffen", sagt Rainer Gräßler.

Um überhaupt am Landeswettbewerb teilnehmen zu können, hatten die Musizierenden sich unter 600 Teilnehmern beim Regionalwettbewerb durchsetzen müssen.