Gleich drei Objekte gab es für die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses im Zerbster Stadtrat in Güterglück zu besichtigen. Sie verschafften sich einen Eindruck von der Förderschule, der Sporthalle und der Heimatstube.

Güterglück l Großzügige, moderne, bestens ausgestattete und saubere Räumlichkeiten konnte die Leiterin der Güterglücker Förderschule, Kathrin Noack, den Gästen am Dienstagabend zeigen. 2003 war die Förderschule in das Gebäude gezogen. Bei mehr als 200 Schülern mussten sogar Klassenräume geteilt werden, um alle unterzubringen. Heute besuchen nur noch etwa 70 Schüler in den Klassenstufen vier bis neun die Einrichtung. Seit drei Jahren gab es im Zuge der Inklusion keine Einschulungen mehr. Sechs Klassen werden unterrichtet, die bis auf den Hauswirtschafts- und den Werkraum jetzt ausschließlich das vordere Gebäude nutzen.

Das hintere Gebäude ist vorübergehend Kita, denn der Flachbau gleich hinter der Schule wird saniert. Kita-Leiterin Susanne Thiele konnte nur Positives zu der Übergangslösung berichten. Die zur Zeit 64 Kita-Kinder haben viel Platz in den Klassenzimmern, man hat sich für ein paar Monate gut eingerichtet. Die Steppkes verkünden immer ganz stolz, dass sie schon in die große Schule gehen, erzählte sie. Die Schüler seien freundlich, nett und rücksichtsvoll gegenüber den Knirpsen und den Erwachsenen. "Wir fühlen uns in der Schule sehr wohl", so Susanne Thiele, die dennoch schnell wieder in das alte Objekt zurückmöchte, wo alles auf einer Ebene zu finden ist.

Kathrin Noack konnte das "gute Verhältnis" nur bestätigen. Der Ausschussvorsitzende Bernd Adolph erkannte eine "gute Symbiose". Auch hatte er zusammenfassend für alle Ausschussmitglieder den Eindruck, dass die Förderschule eine schöne Einrichtung sei, in der Lernen Spaß machen dürfte. Beeindruckt waren die Stadtpolitiker auch von der Sporthalle, die im vergangenen Jahr einen neuen Fußbodenbelag bekommen hatte. "Top", brachte es Detlef Friedrich auf den Punkt.

In der Heimatstube wurden die Gäste von dem Vorsitzenden des Güterglücker Heimatvereins, Dr. Jürgen Baumgart, erwartet. Er erläuterte den Werdegang der Einrichtung der Heimatstube, die als Lesecafé ein Treffpunkt für Generation im Dorf sein soll. Das Lesecafé werde recht gut genutzt, so Dr. Baumgart. Er haderte den Bürgervertretern gegenüber ein wenig mit den vom Verein monatlich zu tragenden anteiligen Kosten. Ruth Buchmann fand "toll, was hier gemacht wird" und bedauerte, dass es dem Verein dabei so schwer gemacht werde.

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