Steutz (akr) l Werner Tüllner meldetet sich am Donnerstag bei der Volksstimme, um das Heimaträtsel zu lösen. Was auf dem alten Bild gezeigt wurde, konnte Werner Tüllner aus erster Hand berichten. "Das ist der `Große Magnet` in Steutz. Darin bin ich aufgewachsen", erzählt er. Sein Vater Karl Tüllner war der letzte Betreiber des Saalgebäudes. Er erinnert sich, dass 1968 das 100-jährige Bestehen des Saales gefeiert wurde. Einzelheiten sind ihm jedoch nicht mehr geläufig: "Ich war damals noch ein Schulkind." Das Saalgebäude wurde bis in die 1970er Jahre für Kinovorführungen und andere Veranstaltungen genutzt. Als der Saal nicht mehr gebraucht wurde, war er nicht mehr zu halten. Die Gaststätte wurde aber weitergeführt, auch wenn sie derzeit eher unregelmäßig geöffnet hat. "Eröffnet hat die Gaststätte Robert Tüllner, danach führte sie sein Sohn Carl Tüllner und danach dessen Sohn und mein Vater Karl Tüllner", zählt Werner Tüllner auf.

An die Kinovorführungen im Steutzer Saal kann sich auch Erhard Schmidt aus Zerbst erinnern. "Als Jugendlicher habe ich da `Die glorreichen Sieben` gesehen. Da war der Saal rappelvoll. Wir waren oft am Sonntagabend da", weiß er. Er ist gebürtiger Steutzer, lebte dort, bis er 25 Jahre war. Deshalb erinnert er sich auch noch an lustige Kinderfaschingsfeiern und an Sportunterricht im Saal. "Und neben dem Saal ist die Gaststätte Tüllner, daneben war die Post, die auch von der Familie Tüllner bewirtschaftet wurde."

Auch der gebürtige Steutzer Willi Stiehl erkannte natürlich sein Heimatdorf. "Ich war häufig in der Gasstätte, das war eine Jugendgaststätte, da waren auch viele Sportler, bevor der Saal abgerissen wurde und die Gaststätte jetzt nur noch selten auf hat", erzählt er. Auch erinnert er sich noch an das frühere Vereinszimmer und auch an eine Wohnung. "Und wo das Auto auf dem alten Bild steht, da war früher eine Tankstelle", weiß er noch ganz genau. "Das könnte Steutz sein", vermutet auch Werner Heinrich aus Leitzkau. "Das Auto kenne ich zwar nicht, aber da war eine Tankstelle und die ehemalige Gaststätte Tüllner." Der Saal, weiß er, ist leider schon abgerissen. Aber er kann sich gut an Tanzveranstaltungen und an den Sportverein erinnern, der im Saal turnte. Werner Heinrich kann sich sehr gut erinnern, denn er wuchs in Steutz auf. "Und mein bester Freund war einer der Söhne der Familie Tüllner."

Für das Lösen des Rätsels gewinnt Erhard Schmidt aus Zerbst den Regenschirm. Der Preis ist täglich in der Lokalredaktion abholbar.

Bilder