Zerbst. Sie haben eine Äm-terodyssee gemeistert, um am Zerbster Wäschke-Weg ein Zusatzschild anzubringen. Seit der Enthüllung im vergangenen Oktober gibt das nun weitere Informationen zum Ehrenbürger. Sie haben mit einer selbst initiierten Ausstellung ihren besonderen Beitrag zum 20-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläum zwischen dem friesischen Jever und dem anhaltischen Zerbst geleistet. Zwei der zahlreichen Akti- vitäten sind das, die in das vergangene Arbeitsjahr der Mitglieder des Zerbster Heimatvereins gehören. Ausführliche Bilanz werden sie auf der Jahreshauptversammlung Anfang Februar ziehen.

Es wird auch die erste Bilanz für Irene Stephan. Sie löste vor einem Jahr Wolfgang Sternickel nach 18-jähriger Amtszeit im Vorsitz des Vereins ab.

Auch das neue Vorhaben-Programm des Vereins wird auf dem Jahrestreffen beschlossen werden. Einen ersten Ausblick darauf hat Irene Stephan für die Volksstimme aber bereits getan.

"Mit zwei Veranstaltungen sind wir bei den 46. Zerbster Kulturfesttagen dabei", kün-digt die Vereinsvorsitzende den ersten Jahreshöhepunkt an. Heidrun Franke mit Zerbster Mundart und Jeanette Markmann, die mit einem Vortrag eine Reise durch den Fläming unternimmt, sind die diesjährigen Heimatverein-Angebote zu den Zerbster Kulturwochen.

Aus Anlass des Jahrestages der Zerstörung von Zerbst am 16. April 1945 ist der Heimatverein ab dem 11. April mit seiner Tafel- und Wanderausstellung zum alten und neuen Zerbst in der Förderschule in Güterglück zu Gast.

Fest gebuchte Termine für eine Beteiligung und Mitwirkung des Zerbster Vereins sind das Fläming-Frühlingsfest, in diesem Jahr in Magdeburgerforth, der Tag des offenen Denkmals sowie der Umzug zum Großen Zerbster Bollenmarkt.

Zudem gehen die Heimatvereins-Mitglieder auch für die eigene Fortbildung gern auf Reisen. Geplante Ziele für 2011 sind der Zernitzer Alpakahof und die Burg Lindau sowie der Fläming. Besuchen wollen sie aber ebenso den Zerbster Wasserturm und das Lindauer Wasserwerk sowie das Zerbster Schloss.

Zu zwei weiteren Vorträgen möchte sich der Verein Historikerin Elke Stolze beziehungsweise Umweltschützer Ernst Paul Dörfler einladen.

"Wir wollten das eigentlich schon im vergangenen Jahr machen", verweist Heimatvereinsvorsitzende Irene Stephan auf ein Projekt, das nun möglichst 2011 zur Umsetzung kommen soll. Damit würde der Verein sein Anliegen weiter umsetzen, besondere historische Zerbster Orte zu kennzeichnen. Dieses Mal soll es eine Metalltafel an der Stadtmauer am Schloßgarten sein, die die einstige Grenze zwischen Stadtgebiet und Schlossbezirk nachvollziehbar macht.