Zerbst (ssm) l "Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben", heißt es bei Johannes 3,16, dem Bibelvers für den morgigen Karfreitag. Für Christen ist der Karfreitag der Tag, an dem Jesus Christus ans Kreuz genagelt wurde und starb. Um 15 Uhr, zur Sterbestunde, wird in der St. Bartholomäikirche Zerbst zu einer Andacht mit Pfarrer Thomas Meyer und Pfarrer Albrecht Lindemann geladen. Die Zerbster Kantorei unter der Leitung von Kantor Tobias Eger wird die Andacht mit Passionsmusik rahmen. Es werden Werke von Bach, Schütz, Purcell, Hassler, Elgar, Mauersberger und anderen zu hören sein. Die Stücke erzählen vom Leid Jesus Christus und von seiner Erlösung durch die Auferstehung. An diesen Tag, werden die sonst brennenden Kerzen auf dem Altar gelöscht. Das Licht schwindet aus der Kirche, Stille wird einkehren.

In der Osternacht wird das Licht zurückkehren. In St. Marien findet am Sonnabendabend um 20 Uhr ein Gottesdienst statt. In die dunkle Kirche wird das Licht der Osterkerze zurückkehren, ein Symbol für neues Leben. "So lassen sich an Ostern viele Menschen taufen", erklärt Pfarrer Albrecht Lindemann, der durch den Gottesdienst führen wird. Auch in St. Marien finden an diesem Abend Taufen statt. Der Gospelchor Zerbst wird den Gottesdienst musikalisch gestalten. Anschließend wird vor der Kirche das Osterfeuer mit dem Licht der Osterkerze entzündet.

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