Mit 2500 Euro untersützt die Sparkassenstiftung Anhalt-Zerbst den Förderkreis St. Nicolai. Das Geld wird in die geplante Mauerkronensanierung fließen, sollte das Vorhaben realisiert werden können.

Zerbst l Zwei wichtige und dringend notwendige Maßnahmen sind in der Kirchenruine St. Nicolai geplant: Die Mauerkronensanierung sowie die Sanierung von mehreren Arkadenpfeilern.

Im sechsstelligen Bereich kalkulieren sich die Kosten der einzelnen Maßnahmen. Während für die Arkadensanierung die Stadt Projektträger und der Förderkreis mit der Ausführung beauftragt ist, ist der Förderkreis für die Mauerkronensanierung selbst Projektträger.

"Wir nehmen diese Spende dankbar entgegen", betonte Walter Tharan, der Vorsitzende des Förderkreises St. Nicolai, am Mittwochvormittag, als die Spendenübergabe in der Stadtkirche erfolgte. Direkt im Vorfeld des Termins erhielt der Zerbster eine weitere freudige Nachricht: Die Bundesstiftung Umwelt hat dem Fördermittelantrag stattgegeben und wird die Mauerkronensanierung unterstützen. Doch die Realisierung der Maßnahme bleibt noch immer unsicher. "Es sind noch fünf weitere wichtige Anträge offen", sagt Walter Tharan.

Markus Klatte, Vorstandsmitglied der Stiftung und Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, konnte Walter Tharan jedoch beruhigen, dass das Geld so oder so beim Förderkreis bleiben wird. "Sie werden schon eine Verwendung für die Erhaltung finden und brauchen es nicht zurückgeben."

Um die Bedeutung der Maßnahmen und der Erhaltung der Kirche wissen jedoch auch andere. Die Kirchgemeinde St. Nicolai und St. Trinitatis hat 5000 Euro in ihren Haushalt eingestellt, um die Mauerkronensanierung zu unterstützen. "Wir sind nicht in der Lage, allein die Ruine zu erhalten", betonte Pfarrer Thomas Meyer. Doch das Interesse der Gemeinde "ist groß, dass die Ruine nicht weiter zerfällt". Meyer dankte dem Förderkreis für dessen geleistete Arbeit, mahnte jedoch auch an, dass es die Unterstützung aller braucht, um dem Gebäude eine Zukunft zu geben.

Einen weiteren verlässlichen Partner hat der Förderkreis St. Nicolai in der Stadt Zerbst. Diese ist intensiv in die Förderung der Pfeilersanierung involviert und hat in den vergangenen Jahrzehnten stets Fördermittel in die Sanierungsmaßnahmen investiert.

Landrat Uwe Schulze hingegen plädierte für eine Entscheidung über die zukünftige Nutzung des Gebäudes.

Walter Tharan betonte in diesem Zusammenhang nochmals, dass es sehr sinnvoll sei, beide Maßnahmen gleichzeitig zu realisieren. Dann müsste das dafür notwendige Baugerüst nur einmal errichtet werden. "Bei dieser Höhe macht das einen erheblichen Kostenanteil aus", so Tharan.