Zerbst l Die Ausstellung "Zarskoje Selo - Die Sommerresidenz der Zaren Russlands" wird am Freitag um 19 Uhr im Schloss Zerbst wiedereröffnet - und ist damit einer strahlender Auftakt für die neue Schlosssaison.

Das deutsch-russische Ausstellungsprojekt des Staatlichen Museumsreservats "Zarskoje Selo", Puschkin/St. Petersburg, und des Fördervereins Schloss Zerbst in Zusammenarbeit mit der Stadt Zerbst war im vergangenen Jahr bereits mit großem Erfolg präsentiert worden. Weit über 6000 Besucher sahen die Ausstellung zwischen Ende Juni und Anfang Oktober 2013.

Die zweisprachig gestaltete Schau widmet sich in 53 großformatigen Fotografien in fünf Themenkomplexen den historischen Innenansichten des berühmten Katharinenpalastes, der Auslagerung und Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, Wiederaufbau und Restaurierung sowie aktuellen Ansichten des Palastes und der Parkgebäude in Zarskoje Selo.

Präsentationsort ist im Ostflügel des Schlosses das ehemalige Appartement des Fürsten Friedrich August von Anhalt-Zerbst, des Bruders der Zarin Katharina II., der früheren Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst (1729-1796). Mit der Installation und Elektrifizierung von fünf neuen Kristallkronleuchtern und mit neuen Vorhängen an den Fenstern hat der Förderverein die Räume zur am selben Wochenende beginnenden Schloss- und Ausstellungssaison auch optisch weiter aufgewertet.

Zur Ausstellungseröffnung werden auch Gäste aus Puschkin/St. Petersburg erwartet. Mit der russischen Stadt verbindet Zerbst 2014 seit 20 Jahren eine Städtepartnerschaft. Das Jubiläum soll in diesem Rahmen gewürdigt werden. Den musikalischen Beitrag gestaltet ein Kammermusikensemble aus Puschkin/St. Petersburg.

Am Sonntag, 27. April, lädt der Förderverein von 14 bis 16 Uhr zur ersten Sonntagsöffnung in diesem Jahr ein. Dann ist die Besichtigung der Ausstellungsräume sowie der Ausstellungsräume der Faschgesellschaft und des Internationalen Katharinavereins möglich. Des Weiteren werden Führungen angeboten. "Der Beginn der letzten Führung ist um 15.30 Uhr", betont Jana Reifarth, Vorstandsmitglied des Fördervereins und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Außerdem macht sie drauf aufmerksam, dass es in den Schlossräumen noch recht frisch ist. Eine Jacke sollten die Besucher mit im Gepäck haben.

Traditionell öffnet das Schloss auch während des Spargelfestes seine Türen. Am Sonnabend, 10. Mai, und Sonntag, 11. Mai, können die Räumlichkeiten jeweils von 14 bis 17 Uhr besucht werden. Es sind individuelle Besichtigungen des Erdgeschosses und der Ausstellungsräume, inklusive der Sonderausstellung, möglich. Wer möchte, kann auch an Führungen durch die erste Etage teilnehmen sowie eine Besichtigung der Ausstellungsräume der Partnervereine vornehmen.

Die zweite Sonntagsöffnung findet am 25. Mai von 14 bis 16 Uhr statt. Der Schlossabend im August ist bis auf zwei Restkarten, die an der Tourist-Info erhältlich sind, ausverkauft.

Da der Verein zur Zeit keine personell geförderte Maßnahme hat, bleibt das Schloss "leider wochentags geschlossen und ist nur zu den oben genannten Zeiten geöffnet", erklärt Jana Reifarth.