Zerbst l Durch einen defekten Magnetschalter im Wasserspiel auf dem Markt ist der Stadt ein finanzieller Schaden von rund 39 900 Euro entstanden.

Bei der Wartung des Wasserspiels im Herbst 2013 ist der Defekt des Schalters, der den Zulauf des Wassers ins Spiel reguliert, festgestellt worden. Der Defekt verursachte, dass in einem unbekannten Zeitraum Frischwasser durchgängig ins Wasserspiel zulaufen konnte. Im Ergebnis dessen ist ein enorm hoher Wasserverbrauch entstanden, der erst bei der Ablesung des Wasserverbrauchzählers festgestellt wurde.

Der Spielplatz mit dieser technischen Anlage ist im Jahr 2010 abgenommen worden. "Zwei Jahre später endete die Gewährleistung", erklärte Bernd Köhler, Amtsleiter Bauverwaltung, dem Hauptausschuss die Sachlage, der nun über die überplanmäßige Ausgabe zu entscheiden hatte.

Jeweils im April und Oktober erfolgt turnusmäßig die Wartung dieser Anlage. Die letzte Überprüfung erfolgte bei der Winterfestmachung 2013. "Über den Überlauf konnte das Wasser durch den Defekt in den Regenwasserkanal durchlaufen", erklärte Köhler. Etwa 23 000 Kubikmeter Wasser sind so verbraucht worden.

Versuche der Verwaltung, den Schaden anderweitig geltend zu machen, scheiterten. Folglich ist die Stadt als Eigentümer in der Verantwortung.

Ausschussmitglied Steffen Grey (FDP) brachte eine Warnanlage ins Spiel, um solche Vorfälle für die Zukunft zu vermeiden. "Das könnte man machen", so Köhler. Doch die einfachste und günstigste Lösung sei jene auf zwei Beinen. Es wurde bereits veranlasst, dass Bauhofmitarbeiter die Zählerstände nun 14-tägig kontrollieren. Zudem werden zur Verbesserung der Wasserqualität Chlortabletten eingesetzt.

Der Ausschuss stimmte für die Bewilligung der überplanmäßigen Ausgabe.