Zerbst l Bauarbeiter waren in den vergangenen Wochen eher selten am Amtsgericht in Zerbst zu sehen. Schon Ende 2013 hätte die Sanierung des einstigen Kavaliershauses abgeschlossen sein sollen. Kommende Woche sollen die Arbeiten wieder aufgenommen werden, wie Amtsgerichtsdirektor Andreas van Herck auf Volksstimme-Nachfrage erklärt.

"Nächste Woche wird die Bauanlaufberatung erfolgen", so van Herck. Die Verzögerungen seien zum einen dadurch verursacht worden, weil Teilgewerke neu ausgeschrieben werden mussten. "Bestimmte Sachen, insbesonders die Stuckarbeiten, sind davon betroffen gewesen." Doch auch ein tragischer Arbeitsunfall Ende vergangenen Jahres ließ die Bauarbeiten ins Stocken geraten. Es folgte eine umfangreiche Überprüfung der Bausicherheit vor Ort, dann folgte der Winter. "Jetzt sind aber alle wieder an Bord", so van Herck.

Rund 450 000 Euro wendet Sachsen-Anhalts Justizministerium für die Sanierung des Daches und der Fassade des Gebäudes auf. Nunmehr wird die Fassade saniert. Die Stuckelemente werden aufbereitet, Sandstein-Elemente wie beispielsweise Fensterbrüstungen repariert, loser Putz wird ersetzt. Die Fassade wird nach Abschluss aller Reparaturen mit einem neuen Farbanstrich versehen. Auch der angrenzende Laufweg einschließlich der Poller ist Teil des Sanierungsprojektes.