Die Feuerwehr-Abschnitte in Anhalt-Bitterfeld sind nicht komplett besetzt. Thomas Drechsel sprach hierzu für die Volksstimme mit Kreisbrandmeister Heiko Bergfeld.

Volksstimme: Stimmt es, dass Führungskräfte fehlen?

Heiko Bergfeld: Es sind zwei Führungspositionen nicht mehr besetzt. Zum einen ist im Abschnitt Nord, also Zerbst/Aken, durch meine Berufung zum Kreisbrandmeister kein stellvertretender Abschnittsleiter mehr vorhanden. Hier ist Andreas Hafermalz aus Aken Abschnittsleiter. Zum anderen ist Herbert Paulus als Abschnittsleiter Mitte zurückgetreten. Hier haben wir Axel Bernhard aus Kösitz als stellvertretenden Abschnittsleiter. Somit ist einzig der Feuerwehr-Abschnitt Süd noch mit Bernd-Michael Müller aus Raguhn-Jeßnitz als Leiter und Daniel Berg aus Wolfen als Stellvertreter komplett besetzt.

Volksstimme: Hat dies Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Leitung der Kreisfeuerwehr?

Heiko Bergfeld: Ich bin davon überzeugt, dass wir die Aufgaben auch zu fünft bewältigen. Normalerweise wären jetzt Neubesetzungen und Berufungen vorzunehmen. Doch angesichts des zum Jahresende zu erwartenden Brandschutzgesetzes mit seinen bevorstehenden Änderungen zur Abschnittsbildung bin ich eher dafür, diese acht Monate zu fünft tätig zu sein und nicht frische Leute für ein paar Tage zu verpflichten.

Volksstimme: Herbert Paulus war seit Sommer 2013 kommissarischer Kreisbrandmeister, weil er ja auch stellvertretender Kreisbrandmeister war. Wer wird jetzt Stellvertreter?

Heiko Bergfeld: Ich ernenne für diese Position den Abschnittsleiter Süd, Bernd-Michael Müller.

Volksstimme: Wie sind eigentlich die ersten Wochen seit Amtsübernahme als Kreisbrandmeister verlaufen?

Heiko Bergfeld: Es lässt sich sehr gut an. Ich konnte erste Kontakte auch in den mir bislang weniger bekannten südlichen Bereich des Landkreises knüpfen, dort sind erste Termine für Treffen vereinbart. Insgesamt kann ich feststellen, dass es keine Berührungsängste gibt. Und das ist genau die richtige Basis.