Das Grautier-Paar des DRK-Betreuungszentrums Bärenthoren ist nun wieder komplett. Anna bekam jetzt einen Anton an ihre Seite. Die Betreuung der Tiere gehört zum Therapieprogramm der Einrichtung.

Bärenthoren l Anton soll der neue Esel in Bärenthoren heißen. Der Name wurde aus den Vorschlägen von Bewohnern des DRK-Betreuungszentrums "Marie von Kalitsch" ausgewählt. In der vergangenen Woche fand die Taufe statt. Ein bisschen Heide-Wasser musste das Tier über sich ergehen lassen. Dazu bekam es vom Tierarzt Dr. Ulrich Ix seinen Chip und im Pass sind und werden alle Daten des Tieres eingetragen.

Anton ist der dritte Mann für Eselin Anna. "Zwei Männer hat sie schon überlebt, macht man im Haus seine Scherze", erzählte die Objektleiterin Ruth Buchmann. Nachdem zuletzt Esel Emil verstorben war, wurde ein neuer Partner für die Eseldame gesucht und auch im Jerichower Land gefunden. Inzwischen haben sich Anna und Anton schon ganz gut aneinander ge- wöhnt.

Schon seit Ende der 90er Jahre gibt es zu Therapiezwecken die Esel im Betreuungszentrum. Derzeit sind es mit Armin Wittwer und Gerd Nerger zwei Bewohner, die sich im Rahmen ihrer Therapie um die Tiere kümmern. Die Esel müssen gefüttert, Stall und Gehege gereinigt werden. Auch die regelmäßige Fellpflege gehört zu den Aufgaben.

Um die Taufe von Anton gebührend zu begehen, wurde mit den Bewohnern - natürlich alkoholfrei - auf ein langes glückliches Eselleben angestoßen, und es gab einen kleinen Imbiss dazu. Nun wird sich zeigen, wie die schon ältere Eseldame mit dem jungen Anton klarkommt.

Im Betreuungszentrum sind die Therapieangebote für die Bewohner recht vielfältig. Es gibt Möglichkeiten der Beschäftigungen im Bereich der Hauswirtschaft, in der Garten- und Parkanlage und eben auch in der Tierversorgung. Neben den Eseln gibt es Hühner, Schafe und Ziegen in Bärenthoren.