In Deutschland schaut die Wirtschaft optimistisch ins neue Jahr. Diesem Trend schließen sich auch die meisten Zerbster Unternehmen an, die ein erfolgreiches Jahr 2011 erwarten.

Zerbst. Gegessen wird immer – auch in diesem Jahr. Das ist das Credo von Helge Staffe, Betriebsleiter der Anhalter Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Zerbst. Und folglich geht Staffe optimistisch ins neue Wirtschaftsjahr.

"Unsere Artikel stimmen und wir stehen auf einer soliden Basis mit festen Abnehmern. Daher blicken wir positiv in die Zukunft." Größere Veränderungen sind 2011 nicht geplant. "Es wird fortlaufend darauf geachtet, auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Allerdings sind neue Grillartikel in Planung", so Staffe.

Ähnlich optimistisch blicken die großen Zerbster metallverarbeitenden Unternehmen ins Jahr. Michael Erxleben, Geschäftsführer von Er+Te, kann eine gute Auftragslage vorzeigen. "Wir haben wirklich gut zu tun", sagt Erxleben. Bereits seit Mitte vergangenen Jahres entspann-te sich die Situation nach der Wirtschaftskrise deutlich. Bereits damals wurde Personal aufgestockt. "Diesen Personalstamm wollen wir 2011 halten oder vielleicht noch leicht aufbauen", so Erxleben. Momentan sind es 31 Mitarbeiter. Der Fokus liege aber vor allem darauf, in das vorhandene Personal weiter zu investieren – Ausbildungen zu ermöglichen, Schulungen zu organisieren. "In diesem Bereich wollen wir 2011 weiter die Qualität erhöhen." Auch der Personalleiterbereich soll erweitert werden. Fazit von Michael Erxleben: "Wir können nicht klagen."

Das sieht auch Dieter Fischer, Geschäftsführer der Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst (Wema) so. "Wir sind optimistisch." Auch hier hat sich die Situation etwas entspannt. "Derzeit haben wir einen starken Auftragseingangszuwachs, der bereits Mitte vergangenen Jahres einsetzte." Mit Blick auf die kommenden Monate hofft Fischer auf eine gute Auslastung und eine gute Beschäftigung. "Wir wollen die gute Konjunkturlage nutzen, um auf das Vorkrisenniveau zu gelangen", sagt Fischer. Die Wirtschaftskrise hat das Unternehmen hart getroffen. 2009 wurde komplett auf Kurzarbeit umgestellt – bis Mitte 2010. "Die Krise als solche haben wir im Sommer 2010 überwunden, aber das Niveau von zuvor konnten wir im vergangenen Jahr nicht erarbeiten." Dies kann 2011 jedoch passieren.

Mit diesem wirtschaftlichen Vorsatz startet auch Klaus Krawinkel, Geschäftsführer der KMB Technologie GmbH, ins Jahr. "Die Krise war in der Automobilbranche bereits 2010 passé, aber auch wir sind noch nicht wieder auf Vorkrisenniveau." Zu Krisenzeiten liefen befristete Arbeitsverträge aus. "Allerdings gab es keine Entlassungen, dafür Kurzarbeit."

Das Ziel für 2011 ist klar: Das Unternehmen will die Umsätze und Erträge verbessern. "Das soll nicht an uns liegen. Wenn alles normal verläuft, kann es ein gutes Jahr 2011 werden", gibt sich Krawinkel optimistisch.

Über eine solide Ausgangsbasis berichtet auch Eckhard Schmidt, kaufmännischer Geschäftsführer des Schraubenwerk Zerbst. Zwar sei hier die Wirtschaftskrise in Teilbereichen noch spürbar, jedoch fällt seine Jahresprognose positiv aus. "In Sachen Schienenbefestigung läuft es gut. Bei Kran- und Windbau liegen wird im normalen Bereich", so Schmidt. Lediglich der Bereich Windkraft sei noch verhalten. "In Noten ausgedrückt wären das eine 4 für die Windkraft und eine 2 und 3 für die anderen Bereiche. Aber aus jetziger Sicht kann es ein gutes Jahr werden."

Gabriele Ruthe vom gleichnamigen Transportunternehmen teilt die Euphorie nicht. "Die ständigen Fahrplanänderungen stimmen uns nicht sehr optimistisch."

   

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