Zerbst (jkd) l Bei Abschied schwingt stets ein wenig Wehmut mit - und der Zerbster Stadtrat macht da keine Ausnahme. Mittwochabend trat das Gremium zu seiner wohl letzten Sitzung in der aktuellen Wahlperiode zusammen.

Neben zahlreichen Beschlüssen, die es noch zu fassen galt, nutzte der Stadtratsvorsitzende Wilfried Bustro die Gelegenheit, um Bilanz zu ziehen. In den vergangenen fünf Jahren hat der Stadtrat insgesamt 865 Beschlüsse gefasst. Davon betrafen rund 35 Prozent das Bauwesen und Liegenschaften, 25 Prozent Satzungen, Jahresrechnungen, Verordnungen und Richtlinien. Etwa 17 Prozent der gefassten Beschlüsse galten den Finanzen, Vergaben, Beteiligungen und Zuschüssen. Entscheidungen zu Personalwesen, Wahlen und Ernennungen machten 15 Prozent aus. Durchschnittlich waren über 90 Prozent der Stadträte zu den Sitzungen anwesend. Nicht eine Sitzung musste wegen Beschlussunfähigkeit ausfallen.

"Viele Sitzungen, Diskussionen und Workshops waren manchmal notwendig, um einen Beschluss zu fassen", sagte Wilfried Bustro. Dennoch fand sich immer ein Konsens zwischen Stadtrat und Verwaltung, und "ich bin der Überzeugung, dass dies auch in Zukunft so sein wird".

In den vergangenen Jahren gab es auch einige Neuerungen, die die Arbeit des Gremiums erleichterten. Beispielsweise ist in 2011 ein Ratssitzungsprogramm eingeführt worden, der Versand der Stadtratsunterlagen auf elektronischem Weg hat sich 2013 etabliert.

Bustro dankte in diesem Zusammenhang Bürgermeister und Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. Doch ein noch größeres Dankeschön erhielten Renate Vollmer, Gudrun Ballerstein und Petra Els. "Sie hatten im Stadtratsbüro immer alle Hände voll zu tun, um die vielfältigsten Aufgaben, die es zu lösen galt, zu bearbeiten", so Bustro.

Auch Bürgermeister Andreas Dittmann dankte den Stadträte sowie seinen Mitarbeitern in der Verwaltung für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

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