Mit der Einweihung des Katharina-Denkmals und der Neugestaltung der 15 Jahre bestehenden Katharina-Sammlung in Zerbst blickt der Internationale Förderverein "Katharina II." auf zwei außergewöhnliche Höhepunkte 2010 zurück. Nicht weniger ehrgeizig sind die Ziele im neuen Jahr. Und auch das nächste besondere Ereignis ist schon im Blick: das 250-jährige Krönungsjubiläum der Zarin 2012.

Zerbst. Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Neustart mit einem neu gewählten Vorstand begrüßt Vorsitzende Tetyana Nindel die Mitglieder des Internationalen Fördervereins "Katharina II." am vergangenen Donnerstag im Partyraum Trinité in Zerbst wieder zur Jahreshauptversammlung.

"Ein schweres, aber erfolgreiches Jahr" liege hinter dem Verein, bilanziert die stellvertretende Vorsitzende Marlies Kellpinski im Rechenschaftsbericht. Die Einweihung des deutschlandweit ersten Denkmals für die ehemalige Anhalt-Zerbster Prinzessin Sophie Auguste Friederike und spätere russische Zarin Katharina II. am 9. Juli in Zerbst und die Wiedereinweihung der neu gestalteten Katharina-Sammlung am 10. Dezember waren zwei Höhepunkte, die weit über die Vereinsarbeit hinausstrahlten. Die viel Kraft und Engagement banden, aber längst nicht allein den Rückblick auf 2010 ausmachen.

"Die sieben neuen Vorstandsmitglieder haben sich sehr schnell zu einer konstruktiven Arbeit zusammengefunden. Das mussten sie auch, um eine kontinuierliche Arbeit möglichst ohne Niveau- und Imageverlust zu zeigen", so Marlies Kellpinski. An die Mitgestaltung der Zerbster Kulturfesttage, das Mitwirken an verschiedensten Festen und Ereignissen in Zerbst und darüber hinaus, wie auch die Unterstützung dieser durch den Verein erinnert sie. Der zur Denkmaleinweihung herausgegebene nagelneue Vereinsflyer, der vierteljährlich erscheinende "Katharina-Kurier" und der neue Internetauftritt tragen zur besseren internen Kommunikation und Außenwirkung bei.

"Wir danken der Stadtverwaltung Zerbst für eine außerordentlich gute Zusammenarbeit über das ganze Jahr", so die stellvertretende Vereinsvorsitzende. Allerdings wäre am Tag der Denkmaleinweihung eine höhere Würdigung der Vereinsarbeit wünschenswert gewesen, nicht zuletzt zum Beispiel durch die Platzierungen beim Festakt. Und noch eine Bitte geht in Richtung Stadt. Im April hat der Verein in der Puschkinpromenade 2 neue Räume bezogen – zum wiederholten Mal. Sollte auch diese Immobilie aufgegeben werden, sei ein erneuter Umzug kaum mehr zu verkraften. "Gern ziehen wir noch einmal um, wenn es endlich ein Vereinshaus in Zerbst gibt", sagt Marlies Kellpinski.

Allen, die sich im vergangenen Jahr zur Unterstützung der Aktivitäten des Katharina-Vereins engagiert haben, Sponsoren, Vereinsmitgliedern, allen anderen, spricht Marlies Kellpinski noch einmal den besonderen Dank des Vorstands aus.

Zwei neue Mitglieder an einem Abend

Zwei werden für ihren Einsatz 2010 noch einmal besonders geehrt: Uwe Tschakert und Wladimir Teslenko. Für sie hat Tetyana Nindel ein kleines Dankeschön dabei. Uwe Tschakert erhält zudem die Würdigung als "Katharina-Mensch des Jahres 2010". Eine Ehrung, die es, so Vorstandsmitglied Teslenko, künftig jährlich geben soll. Er hat dazu ein spezielles Relief gestaltet.

Uwe Tschakert ist am Donnerstagabend Mitglied des Vereins geworden. "Es gab große Worte und dann haben wir ein großes Ziel erreicht. Aber es sollte auch erst gelingen", begründet er, durch den die Denkmalaufstellung letztlich Realität wurde, den Moment für diesen Schritt.

Auch Jörg Albert trat an diesem Abend dem Verein bei. Zusammen mit seinem Verein Farbton gestaltet der Katharina-Verein in diesem Jahr den ersten Jahrestag der Denkmaleinweihung und die dritte Kunstmeile "Kunst Stadt(t) Mauer".

94 Mitglieder zählt der Katharina-Verein damit, darunter sieben Ehrenmitglieder. Dass sie sich im neuen Jahr in die Vereinsarbeit einbringen und möglichst noch mehr erreichen, hofft Vorsitzende Tetyana Nindel. Sie stellte den neuen Arbeitsplan vor.

Zwei "supertolle Angebote" als Start

Einige Beispiele: "Zwei supertolle Veranstaltungen" bilden mit einer Filmvorführung und einer Lesung den Auftakt zu den Kulturfesttagen. Einen Wettbewerb für eine junge Katharina II. möchte der Verein mit dem Spargelfest verbinden. Nachwuchs für die Präsenta-tion auf Veranstaltungen, Messen, Ausstellungen. Den in diesem Jahr geplanten Besuch der Bürgermeisters der Zerbster Partnerstadt Puschkin möchte der Verein unterstützen, überhaupt "weiter gut mit der Stadt und mit anderen Vereinen zusammenarbeiten". Eine Veranstaltung für die eigenen Mitglieder und Unterstützer des Vereins ist anlässlich des 281. Geburtstags Katharinas II. im Mai geplant.

Auf Anregung von Ursula Böttge beschloss die Mitgliederversammlung, bei der Stadt die Ehrenbürgerschaft für Denkmalkünstler Michail Perejaslawez zu beantragen. Johanna Lüdecke verwies nicht nur darauf, die Aktivitäten in Verbindung mit dem kommendes Jahr anstehenden Jubiläum "Anhalt 800" zu stellen, sondern auch auf den nächsten Katharina betreffenden Höhepunkt 2012. Dann steht das 250-jährige Krönungsjubiläum der Zarin an.

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