Freche Früchtchen im Mai sind auf dem Katenfest in Reuden unterwegs gewesen. Unter diesem Motto veranstaltete der Museumsverein des Ortes das 8. Katenfest und freute sich über gute Resonanz.

Reuden l Es ist zwar harte Arbeit und viel Eigeninitiative des Museumsvereins Reuden/Anhalt, aber der Aufwand lohnt sich. Das ist beim Katenfest an der Bauernkate des Dorfes schnell zu bemerken. "Jeder bei uns hat seine festen Aufgaben. Bei den monatlichen Treffen sprechen wir uns ab, und dann geht es seinen Gang", beschreibt Josephine Krüger, Mitglied des Museumsvereins, die Arbeit im Verein. Die straffe Organisation ist auch nötig bei "nur" 15 Mitgliedern. Allein ein halbes Jahr wenden die Mitglieder für die Organisation des Katenfestes auf. "Anfang des Jahres beginnt schon die Vorbereitung, die Zeit braucht man schon, allein um auch die Händler organisieren zu können", weiß Krüger. Ein wenig Unterstützung hat der reine Damen-Verein vom Traditions- und vom Sportverein des Dorfes. Der Traditionsverein übernahm wieder das Backen des Speckkuchens, und der Sportverein organisierte die Kegelbahn. "Allein wegen des Speckkuchens kommen manche Besucher. Frisch gebacken aus unserem Reudener Backofen, wollen den viele auch mitnehmen", sagt Krüger.

Das Katenfest ist eins von zwei großen Festen im Jahr vom Museumsverein. Auch in diesem Jahr hatte man sich für ein Motto zum Fest entschieden: "Freche Früchtchen".

"Es passt einfach zur Jahreszeit so unheimlich gut. Das Erdbeermotto kam letztes Jahr auch super an, deswegen blieben wir bei Früchten", erklärt Josephine Krüger. Entsprechend waren auch die Damen des Vereins angezogen: Da wurden aus gestandenen Frauen auf einmal Pflaumen, Zitronen, Ananas und Äpfel - sehr zur Freude der Gäste. Teilweise waren die Kostüme selbstgenäht.

Auch die Zumba-Kids aus Nedlitz, die sich zu einem Auftritt auf dem Fest verpflichten ließen, hatten sich extra zum Motto des Festes neue Kostüme nähen lassen und gebastelt. Die kleinen sportlichen Tänzer zeigten drei Tänze, die ordentlich vom Publikum beklatscht wurden.

Daneben gab es noch eine Modenschau von AWG-Zerbst. Eines der Models ließ sich sogar noch zu einem Helene Fischer Playback-Auftritt hinreißen. Einen ebenfalls musikalischen Beitrag brachte der Steckbyer Chor, der Volkslieder sang. "Das kommt vor allem beim älteren Publikum sehr gut an", weiß Krüger.

Für die Kindertagsüberraschung, die natürlich noch auf dem Programm stand, sorgten die Vereins-Esel Alfi und Bubi. Nur zu gerne ritten die Kinder auf den Unpaarhufern. "Es waren wirklich viele Kinder da, aber dafür soll es ja auch sein", meint die junge Reudenerin. Neben den Eseln wurde auch Kinderquadfahren, Bungee-Running, Kinderschminken und eine Hüpfburg angeboten, woran die Kinder viel Freude hatten.

"Insgesamt war es eigentlich sehr gut besucht, vor allem wenn man sieht, wie viel ringsum los war", schätzt Krüger das Fest ein.

Das nächste Fest steht erst wieder im November an: der Martinsmarkt in und um die Bauernkate in Reuden/Anhalt. Vorher sind die "Frechen Früchtchen" noch beim Umzug auf dem Sachsen-Anhalt-Tag in Wernigerode zu sehen.

   

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