Die Bau- und Wohnungsgesellschaft Zerbst (BWZ) wird in diesem Jahr mit der Sanierung des Wohnblocks Weinberg 4 beginnen und damit in Zerbst weiteren altersgerechten Wohnraum schaffen.

Zerbst l Die BWZ nimmt in diesem Jahr ein echtes Großprojekt in Angriff: die Sanierung des Wohnblocks Weinberg 4. Bis 2016 sollen im Zuge von drei Teilabschnitten alle 70 Wohneinheiten saniert werden.

"In diesem Jahr beginnen wir mit zwei Strängen, in denen insgesamt zwölf Wohnungen saniert werden", erklärt Daniela Kock, Geschäftsführerin der BWZ. Geplant ist, die Sanitäranlagen - sprich die Bäder - komplett zu sanieren, ebenso die Elektronik. "Wir schauen uns jede Wohnung einzeln an und entscheiden dann, wo noch weitere Verbesserungen wie Malerarbeiten, neue Türen oder Fußböden notwendig sind", fügt Daniela Kock hinzu.

Ein kleiner Teil der Wohnungen ist bereits saniert. In diesen Fällen wird geprüft, welche Sanierungsmaßnahmen hier vonnöten sind, um den Standard weiter zu erhöhen. "Der Großteil der Wohnung ist jedoch herzurichten", so Daniela Kock.

In den Bädern werden bodengleiche Duschen eingesetzt. Des Weiteren werden die Wohnungen möglichst schwellenarm saniert. Dazu werden unter anderem die Balkonschwellen verringert ebenso die Eingangsschwellen in den Badezimmern. "Sollten weitere Wünsche zum seniorengerechten Wohnen von den Mietern geäußert werden, wie beispielsweise der Einbau von Duschsitzen oder andere Maßnahmen, treten wir mit dem Verein PiA in Kontakt", erklärt Daniela Kock.

Seit wenigen Wochen ist im Weinberg 4 das Beratungscenter der BWZ zum seniorengerechten Wohnen untergebracht (wir berichteten). Die BWZ kooperiert dabei mit der Gesellschaft für Prävention im Alter e.V. (PiA). Als Wohnberatungsstelle informieren, unterstützen und begleiten PiA-Mitarbeiter Betroffene bei der Durchführung von Anpassungsmaßnahmen in ihren Wohnungen. Auch im Zuge der Sanierung wird das Beratungscenter mit Musterbad weiterhin zugänglich sein.

In zwei Versammlungen hat die BWZ im April und Mai die Mieter über das Vorhaben informiert, denn die Sanierung erfolgt in bewohntem Zustand. "Wir versuchen, die Beeinträchtigungen für die Bewohner so gering wie möglich zu halten." Die Arbeiten erfolgen wohnungsweise und meist nur einige wenige Tage am Stück. "Die Bauarbeiter werden natürlich permanent vor Ort sein, aber die Sanierung der Bäder oder der Austausch der Fenster erfolgt beispielsweise stets konzentriert auf eine Wohnung", erklärt Daniela Kock.

Sollten Mieter diese Beeinträchtigungen dennoch nicht auf sich nehmen wollen, bietet die BWZ eine Austauschwohnung für den Zeitraum der Arbeiten an.

Ebenfalls ist für dieses Jahr noch der Austausch aller Fenster im Wohnblock vorgesehen. Für Ende September bis Ende Oktober sind diese Arbeiten geplant - vorbehaltlich der Zusage von Fördermitteln. "Die entsprechenden Anträge sind gestellt, aber noch nicht beschieden worden. Wir sind diesbezüglich mit dem zuständigen Ministerium im Gespräch", sagt Daniela Kock. Doch: Die BWZ wird mit oder ohne Förderung diesen Austausch vornehmen. "Mit Förderung wäre es natürlich schöner. Dann blieben mehr finanzielle Mittel für andere Dinge übrig." Die BWZ stemmt die Sanierung aus Eigenmitteln. Pro Jahr werden zirka 275 000 Euro in die Sanierung investiert.

In den Jahren 2015 und 2016 folgt die weitere strangweise Sanierung des Wohnblocks. "Im Wohnblock herrscht aktuell ein gewisser Leerstand. Wenn wir mit der ersten Strangsanierung durch sind, werden wir uns auch wieder verstärkt der Vermietung der Wohnungen im Weinberg 4 widmen."

Der Block zeichnet sich vor allem durch kleinen Wohnraum aus. Lediglich zwei Drei-Raum-Wohnungen gibt es dort. 68 Wohnungen haben eines oder zwei Zimmer. Der Wohnblock ist mit einem Fahrstuhl ausgerüstet, der ebenerdig zu erreichen ist.

Neben dem Weinberg 4 stand innerhalb der BWZ auch die Sanierung des Wegeberges 10 zur Debatte. Beide Blöcke haben Sanierungsbedarf. "Die wirtschaftlichen Betrachtungen haben letztlich den Ausschlag gegeben, den Weinberg 4 zu sanieren", sagt die Geschäftsführerin. Der Wegeberg 10 sei nicht vergessen.

Der Beginn der Sanierungsarbeiten ist für den Sommer geplant.

Wer Interesse an einer Beratung durch den Verein PiA hat, wird um Termin-absprache mit der BWZ unter (03923/742 10) gebeten.