Die 2009 erstmals veranstaltete und erfolgreiche Zerbster Kunstmeile "Kunst-Stadt(t)-Mauer" nimmt in diesem Jahr eine Auszeit. Warum, das erklären im Gespräch mit Helmut Rohm für die Volksstimme die Organisatoren Jörg Albert und Stefan Koschitzki.

Fünfmal hat "Kunst-Stadt(t)-Mauer" Teilnehmer und Besucher im Schlossgarten und an der Stadtmauer bisher begeistert. Am 29. Juni sollte es die sechste Auflage geben. Warum jetzt die Absage?

Jörg Albert: Es ist die Summe verschiedener Umstände, die dazu führt. Zum einen gibt es gesundheitliche Gründe. Zum anderen befinden sich zwei der künstlerischen Zugpferde in einer beruflichen Qualifizierung, die ihnen letztendlich doch die notwendige Vorbereitungszeit für "KSM" nimmt.

Stefan Koschitzki: Hinzu kommt die Ansicht der Macher des Events, dass "Kunst-Stadt(t)-Mauer" einen Prozess der Neufindung durchlaufen muss. Das gehörte schon zum Resümee nach der fünften Auflage.

Gibt es bereits Überlegungen, wohin es dabei gehen soll?

Stefan Koschitzki: Es soll eine Rückbesinnung auf den Ursprung geben. Der definiert sich so: "Kunst entfaltet sich an der Stadtmauer, schlägt Brücken zwischen Künstlern und Besuchern und schafft neue Symbiosen."

"Kunst-Stadt(t)-Mauer muss einen Prozess der Neufindung durchlaufen."

Stefan Koschitzki

2014 also eine Pause. Wie geht es weiter?

Jörg Albert: Wir werden als Veranstalter und Organisatoren in Klausur gehen, um künftig künstlerische Projekte und deren erfolgreiche Wahrnehmung wieder stärker bei KSM umgesetzt zu wissen. Das wiederum erfordert nun eben diese Auszeit. Danach können wir uns mit neuer Klarheit wieder der Gestaltung von Kunstmeile und Themenpark widmen. Wir denken, das ist ein Gewinn für alle, hoffen auf Verständnis für die diesjährige Absage und sind aber auch offen für Anregungen und Ideen.